Nachdem Andy Bürger im nächsten Jahr die U 23 weiterführt, gibt er die U 19 ab. Glücklich ist man in der Jugendleitung  für die Führung dieser Altersgruppe ein Zweigestirn gewonnen zu haben. Nach einer Auszeit steigt Petar Vidic wieder ein, der  den Jahrgang bereits kennt und ihn in der U17 schon betreute. Zusammen mit Markus Braasch, einem im Unterland bestens bekanntem Trainer,  bildet er ein Trainerduo,  das  für die  ältesten Jugendjahrgänge optimale Entwicklungsperspektiven garantiert. Unterstützt werden sie von Arsim Grajgevici. In enger Zusammenarbeit mit der U23 sollen rechtzeitig die Weichen für einen nahtlosen Übergang in den aktiven Bereich gestellt werden und gleichzeitig möglichst erfolgreich in der überregionalen Staffel die Neckarsulmer Fahnen präsentiert werden. Wir haben uns mit Petar Vidic und Markus Braasch unterhalten:

 

Was waren Eure bisherigen Trainerstationen?

Petar: Noch während meiner aktiven Zeit bei der TSG Heilbronn trainierte ich ab 2014 die A- und B-Junioren, anschließend wechselte ich 2016 zur FC Union, bei denen ich die U14 bis U17 betreute. 2019 übernahm ich bei der Neckarsulmer Sport-Union die U 17 in der Verbandsstaffel zusammen mit Christoph Kappes. In dieser Saison nehme ich beruflich bedingt eine Auszeit.

Markus: Aktiv habe ich auch Wurzeln bei der Neckarsulmer Sport-Union. Beim damaligen SV Neckarsulm spielte ich in der Bezirksstaffel. Wie bei vielen startete meine Trainerlaufbahn bedingt durch meinen Sohn bei den Bambini der SG Gundelsheim. Weitere Stationen waren die Stuttgarter Kickers, bei denen ich die U9 bis U11 trainierte, anschließend die SpVgg Neckarelz, bei der ich mich um die U14 und U15, u.a. in der Oberliga, kümmerte. Nach 4 Jahren Neckarelz folgten 3 Jahre Sandhausen U16. Aktiver Trainer war ich zuletzt bei der SGM Stein/Kochertürn. Parallel zur Vereinsarbeit engagierte ich mich beim Instruktoren-Trainerlehrstab des Württembergischen Fußballverbandes. Dadurch bekam ich hautnah die aktuellen Entwicklungen im Kinder- und Jugendfußball mit.

 

Wie ist Eure Spielphilosophie?

Beide sich ergänzend: Hauptaugenmerk liegt auf der Spielfreude. Spielerische Lösungen, gutes situatives Verhalten und Ballbesitzspiel werden im Zentrum der Ausbildung stehen. Entwickeln kann sich das nur, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen: Automation von Basics,  solide Technik, stressresistentes Verhalten am Ball und absolute Lernbereitschaft. Diese Spielfreude muss gepaart sein mit einer Strategie des Tore-Verhinderns, um nicht ständig einem Rückstand hinterherzulaufen. Orientierungspunkte z.b. was das Spielsystem betrifft, sind für das Trainerduo das Oberliga- und das U23-team. Über den Austausch mit den Verantwortlichen freuen sie sich.

 

Worauf legt Ihr bei Eurer Mannschaftsführung besonderen Wert?

Petar: Als Trainerteam ist es unabdingbar, dass eine enge Abstimmung und sehr viel Kommunikation zwischen uns beiden vor allem am Anfang erfolgen müssen. Eine einheitliche Führungslinie ist die Voraussetzung für den Erfolg.

Markus: Gerade Bereiche wie Materialdienst, Abmelden der Spieler, Mannschaftskasse, Mannschaftsrat müssen geregelt werden. Dabei ist mir wichtig, dass die Spieler in der Festlegung der Regeln und der Maßnahmen, die bei Nichteinhalten erfolgen, beteiligt werden.

Petar: Vor allem sollten wir darauf achten, dass wir die Spieler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

 

Was hat Euch bewogen die U 19 in der nächste Saison zu trainieren? Welche Ziele strebt ihr an?

Beide reizen der höherklassige Fußball und die Aufgabe, Jugendspieler an den aktiven Bereich heranzuführen. Diese an den Erwachsenenfußball zu gewöhnen, ist für sie eine  Hauptaufgabe. Leistungsmäßig sollte ein Platz in der oberen Hälfte der Landesstaffel möglich sein.

Petar: Corona bedingt war mein Abschied von dem Jahrgang nicht toll, so dass ich mich auf ein Training mit ihnen freue.

 

Wo seht ihr Entwicklungspotenzial in der Sport-Union? Und wo liegen –aus Eurer Sicht- die größten Defizite?

Markus: Da bin ich noch nicht so stark eingestiegen, um mir ein Urteil erlauben zu können.

Petar: Was schon meine Trainerkollegen angemerkt haben, kann ich nur unterstützen: Die Trainingsmöglichkeiten sind äußerst schlecht. 20 Jugendmannschaften auf 2 Plätzen sind teilweise eine Zumutung und für die Ligen, in denen wir spielen, einmalig schlecht.

 

Was wäre Euer größter Wunsch?

Beide: Gesundheit steht über allem. Möglichst schnell wieder auf dem Platz stehen. Beide hoffen, dass sie ihren Spielern die Impulse geben können, die diese für das Erreichen ihrer Ziele benötigen.

 

Danke Petar, danke Markus für dieses Gespräch.