Am kommenden Samstag erwarten wir mit dem TSV Ilshofen einen guten alten Bekannten in Neckarsulm. Man kennt sich – man schätzt sich. Umso mehr, weil mit Daniel Schmelzle ein ehemaliger Neckarsulmer in Ilshofen spielt, der rund um den Pichterich noch immer ein enorm hohes Ansehen genießt – sportlich wie menschlich.  Wir haben uns mit „Dan“ über seine Neckarsulmer Zeit und das anstehende Spiel unterhalten:

 

Daniel, Du kehrst am Samstag mit Deinem neuen Verein TSV Ilshofen zu Deinem alten Verein Neckarsulmer Sport-Union zurück. Mit welchen Gefühlen reist Du am Samstag auf den Pichterich?

D. S.: Definitiv mit sehr guten Gefühlen, ich freue mich total, die Jungs wiederzusehen. Ich bin noch mit sehr vielen Neckarsulmer Spieler in Kontakt, habe vor dem anstehenden Spiel noch mit Steven Neupert und Maxi Gebert geschrieben. Ich treffe am Samstag viele gute Freunde wieder, und da es zudem eines der wenigen Derbys in dieser Saison ist, wird auch das Spiel selbst sicher sehr interessant.

 

Du hattest 2018/19 eine sehr gute Saison in Neckarsulm, bist hier ein stets gern gesehener Gast. Was aus Deiner Neckarsulmer Zeit ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

D. S.: Weil ich es zuletzt anders erleben musste, vor allem das Familiäre und das Ehrliche in Neckarsulm. Das ist bei der Sport-Union schon absolut beeindruckend. Wie eng und gut mein Kontakt nach wie vor ist, sieht man daran, dass ich erst vor kurzem mit 10, 12 Neckarsulmer Spielern zusammen Essen war. Die NSU hat schon eine geile Truppe.

 

Du hast in der Vorbereitung und im Pokal einige Spiele der Sport-Union gesehen. Welchen Eindruck hast Du dabei gewonnen?

D. S.: Die NSU ist eine eingeschworene Truppe, die aber auch über viel individuelle Klasse verfügt. Der Start der Sport-Union mit 7 Punkten aus 4 Spielen ist dementsprechend auch ganz gut gelungen. Das wird für uns am Samstag schon eine Herausforderung.

 

Dein neuer Club TSV Ilshofen hat am vergangenen Samstag sein erstes Spiel gewonnen, Astoria Walldorf II wurde deutlich mit 3:0 bezwungen. Selbstvertrauen sollte also bei Euch vorhanden sein, so dass Ihr sicher auch in Neckarsulm etwas mitnehmen möchtet?

D. S.: Ja, das stimmt. Ein Dreier ist schon unser Wunschziel in Neckarsulm. Vor allem auch, weil wir eigentlich ebenfalls sieben Punkte auf dem Konto haben müssten. Allein wenn man an das Pforzheim-Spiel denkt, wo wir bis zur 90. Minute geführt, am Ende aber mit 1:2 verloren haben. Trotzdem gehen wir nach dem Sieg und vor allem der guten Leistung am vergangenen Samstag gegen Walldorf mit breiter Brust ins Spiel.

 

Auf was freust Du Dich am meisten am Samstag in Neckarsulm?

D. S.: Natürlich in erster Linie auf ein tolles Fußballspiel. Und zudem darauf, mit Marcel Busch noch nach dem Spiel zusammen zu sitzen und das ein oder andere Getränk auf der Terrasse zu konsumieren. Das haben wir so miteinander vereinbart, egal wie das Spiel ausgeht. Mal schauen, wer dann mehr Grund zu Feiern hat (lacht).

 

Gab es denn schon Wetten auf den Spielausgang oder gar Frotzeleien zwischen Dir und Deinen ehemaligen Mitspielern?

D. S.: Ehrlich gesagt noch nicht, was mich selbst etwas überrascht. Ich habe aber versucht, aus Marcel Busch die taktische Ausrichtung oder die Aufstellung herauszubekommen. Er hat aber leider nichts ausgeplaudert (lacht).

 

Letzte Frage, wo soll es allgemein für den TSV Ilshofen in dieser Saison hingehen, was ist Euer Ziel?

Wir wollen schnellstmöglich da unten rauskommen und in nächster Zeit so viele Zähler wie möglich holen. Natürlich sind es noch viele Spiele bis zum Saisonende, dennoch ist es wichtig, von Anfang an regelmäßig zu punkten. Ein Dreier von uns in Neckarsulm wären da natürlich überragend für uns.

 

Danke, Dan, für dieses Interview.