Innerhalb kürzester Zeit gab Julian Nehr seine Trainertätigkeit bei derNeckarsulmer U23 wieder auf. Ausschlaggebend seien neben persönlichen Gründen auch die mangelnde Einstellung einzelner Spieler. Als erste Maßnahme trennte sich der Verein, trotz eines engen Kaders, von diesen Akteuren. Als zweite Maßnahme konnte man kurz vor Rundenbeginn mit A-Junioren-Trainer Andy Bürger einen Nachfolger finden, der die Doppelbelastung A-Junioren – U 23 auf sich nimmt.

Mit einer solchen Lösung hatte man vor zweieinhalb Jahren schon einmal Erfolg. Ziel bleibt es, die U 23 in der Bezirksstaffel zu halten und gleichzeitig mit der A-Junioren in der Landesstaffel erfolgreich zu sein. Dadurch hofft man, dass das Leistungsgefälle zum Oberligakader nicht zu groß wird, und junge, erfolgshungrige Nachwuchsspielern ein adäquates Wettkampfangebot gemacht werden kann, um ihnen eine optimale Entwicklung zu ermöglichen. Wir konnten uns mit Andy Bürger unterhalten:

 

Andy, was hat Dich bewogen, diese Doppelbelastung auf  Dich zu nehmen?

A. B.: “Als Jugendtrainer ist es mir sehr wichtig, dass die Spieler im aktiven Bereich sich innerhalb des eigenen Vereins weiterentwickeln können. Aktuell sind wir im Jugendbereich mit den B- und C-Junioren  in der Verbandsstaffel vertreten, ich mit meiner A-Jugend in der Landesstaffel. Damit sind wir der einzige Verein im Unterland der in der mit zwei Mannschaften in der dritthöchsten Jugendliga vertreten ist. Außer der Neckarsulmer A-Jugend sind noch 4 weitere Unterländer Vereine in den Landesstaffeln. Die dort spielenden Jungs haben mit der Bezirksligazugehörigkeit unserer U 23 eine tolle Anschluss-Herausforderung nach der A-Jugend. Ich möchte dazu beitragen, dass den bei uns ausgebildeten Spielern optimale Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden.”

 

Wie war Dein bisheriger Werdegang als Trainer?

A. B.: “2015 fing ich bei der Neckarsulmer Sport-Union als Trainer des Perspektivteams der B-Jugend an. Anschließend trainierte ich die U 16 und U 17, mit der ich den Aufstieg in die Verbandsstaffel schaffte. Die letzten beiden Jahre war ich für die U19 verantwortlich. Der Aufstieg in die neugegründete Landesstaffel in der letzten Saison 19/20 war trotz Corona ein weiterer Erfolg.”

 

Was ist Dir als Trainer wichtig? Worauf legst Du besonders wert?

A. B.: “Besonderen Wert lege ich auf die fußballerischen Basics. Vor allem aber liegt mein Augenmerk auf der Einstellung der Spieler. Durchhaltevermögen und die permanente Bereitschaft sich weiterzuentwickeln werden von mir permanent gefordert.”

 

Mit welchen Erwartungen gehst Du in die neue Spielzeit?

A. B.: “Jeden Spieler will ich weiterentwickeln. Ich will meinen A-Junioren helfen, schnell den Anschluss an den Herrenfussball zu schaffen. Sollte ein Spieler sowohl das mentale als auch das fußballerische Niveau der Oberliga sich erarbeiten  und den Sprung dorthin schaffen, wäre ich überglücklich.”

 

Wer sind Deine Trainer-Vorbilder?

A. B.: “Kloppo , an ihm orientiere ich mich. Seine Begeisterungsfähigkeit, seine Emotionalität, sein Mitfiebern mit seiner Mannschaft, sein Arbeiten mit jedem einzelnen Spieler sind für mich Richtschnur.”

 

Eine Lebensweisheit/ ein Leitspruch, an dem Du Dich orientierst:

A. B.: “Erfolg ist kein Glück, Erfolg muss erarbeitet werden.”

 

In diesem Sinne, viel Erfolg in Deiner Doppelfunktion und vielen Dank für das Gespräch.

Den 1. Erfolg konnte Andy am Sonntag gegen den amtierenden Bezirkspokalsieger SC Böckingen einfahren.

Man gewann in einem torreichen Spiel mit 3:4 und sicherte sich damit den ersten 3er im ersten Spiel einer langen Bezirksligarunde.