Özcan Yologlu übernimmt

Mit Özcan Yologlu begrüßt die Jugendabteilung einen neuen Mitstreiter auf dem Pichterich. Mit ihm schließt sich ein qualifizierter Pädagoge, lizensierter Trainer und hochmotivierter Jugendausbilder und Förderer der Neckarsulmer Sport-Union an. Die Jugendabteilung freut sich über seine Bereitschaft mitzuarbeiten und hofft auf eine langfristige Zusammenarbeit. Damit ihr ihn näher kennenlernen könnt, einige Fragen an Özcan:

Wie kam es, dass Du Dich der Sport-Union angeschlossen hast?

Nachdem ich im Sommer mein Referendariat im Lehramt in Heidelberg abgeschlossen habe und nach Öhringen umgezogen bin, habe ich meine Tätigkeit beim NLZ der Eintracht Frankfurt niedergelegt und mich auf die Suche nach einem neuen Verein begeben.

Bei meiner Recherche nach einem ambitionierten, zielstrebigen und gesund aufgestellten Verein bin ich auf die Neckarsulmer Sportunion gestoßen.

Nach den ersten Gesprächen mit dem Jugendleiter Heinz Busch war mit sofort klar, dass die Neckarsulmer Sportunion die richtige Adresse für mich ist. Bei der NSU finde ich optimale Bedingungen vor, um erfolgreich arbeiten zu können und sowohl mich als auch die Mannschaft weiterentwickeln zu können.

Welche Stationen hast Du als Spieler und Trainer bisher hinter Dich gebracht?

In meiner Laufbahn als Spieler habe ich bei diversen Vereinen im Raum Heidelberg gespielt und vor zwei Jahren meine aktive Spielerlaufbahn beendet, um mich auf meine Trainerlaufbahn zu konzentrieren.

Als Trainer habe ich in der Saison 2019/2020 im Nachwuchsleistungszentrum der Eintracht Frankfurt im Trainerteam der U12 gearbeitet und wertvolle Erfahrungen in einem der höchstangesehensten Nachwuchsleistungszentren Deutschlands sammeln können.

Was hat Dich dabei am meisten geprägt

Eine wichtige Erkenntnis, zu der ich in den letzten Jahren gelangt bin, ist, dass jeder Spieler unabhängig von der Spielklasse oder seinem Alter von derselben Motivation angetrieben wird:

Die Liebe zum Ball.

Wir Trainer müssen diese „Liebe“ der Spieler zum Ball kontinuierlich mit wertvollem und hilfreichem Input füttern, sodass die Liebe der Spieler zum Ball jeden Tag etwas mehr wächst.

Worauf legst Du bei der Mannschaftsführung besonderen Wert?

Einen besonderen Stellenwert in der Mannschaftsführung lege ich auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen, bei denen sich die Spieler entfalten und weiterentwickeln können.

Hierbei ist es wichtig einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, an denen sich die Spieler orientieren können. Dennoch ist es wichtig auch für die individuellen Besonderheiten jedes Spielers ein Gespür zu entwickeln.

Zudem ist es mir wichtig nicht als „Chef“, sondern als „Leader“ zu agieren. Das heißt für mich, dass ich das Verhalten, das ich von den Spielern erwarte, vorlebend aufzeige. Außerdem möchte ich nicht befehlen, sondern überzeugen. Mich nicht über Probleme aufregen, sondern nach Lösungen suchen.

Grundsätzlich soll aber in jedem Training der Faktor Spaß im Vordergrund stehen. Spieler, die Spaß am Training haben, kommen gerne ins Training. Spieler, die wiederum gerne ins Training kommen, trainieren intensiver. Intensives Training führt zur Verbesserung des Einzelnen. Die Verbesserung jedes Einzelnen führt dazu, dass auch die Mannschaft besser wird. Und wenn die Mannschaft besser wird, dann führt das zu Erfolg.

Welche kurz- und langfristigen Ziele strebst Du an?

An erster Stelle steht immer die Entwicklung der Spieler und der Mannschaft. Unsere Spieler sollen sowohl kurzfristig als auch langfristig kontinuierlich im technischen, taktischen, mentalen und athletischen Bereich weiterentwickelt werden.

Die Entwicklung und Umsetzung einer Spielidee mit Wiedererkennungswert gehört außerdem zu den Zielen, die kurz und mittelfristig angestrebt werden.

Kurz und prägnant zusammengefasst möchten für einen Fußball stehen, der vor allem für Mut, Intensität und Aktivität steht. Wir möchten immer so hoch und so früh wie möglich attackieren, um den Gegner maximal zu stressen. Wir wollen dadurch Chaos erzeugen, um nach Ballgewinnen schnellstmöglich vor das gegnerische Tor zu kommen. Mit Ball versuchen wir zielstrebig Torchancen herauszuspielen – und für den Fall des Ballverlustes so positioniert zu sein, dass wir sofort ins Gegenpressing kommen.

Für alle 5 Phasen des Fußballspiels wollen wir optimal vorbereit sein und die dominante Rolle des Geschehens einnehmen.

Einige Trainer haben ein Lehramtsstudium absolviert. Hast Du einen Trainer als Vorbild?

Der Fußballlehrer hat große Parallelen und viele Schnittpunkte zu dem Beruf des Lehrers. In beiden Berufen geht es vor allem um Menschenführung und soziale Kompetenzen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Lehrer den Weg als Trainer erfolgreich bestreiten. Sicherlich ist Christian Streich ein Trainer, dessen Werdegang ich mit großem Interesse verfolge und dessen Arbeit ich sehr bewundere. Aus seiner nun schon seit mehreren Jahren erfolgreichen Arbeit in der Bundesliga kann ich auch sehr viel ableiten. Er schafft es über Jahre hinweg den Verkauf von absoluten Leistungsträgern mit innovativen Ideen zu kompensieren. Außerdem beklagt er sich nicht über die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen, sondern versucht das Beste aus seien Möglichkeiten zu machen und lösungsorientiert zu agieren. Ein toller Trainer!

Zum Schluss: ein Lebensmotto, das Du vorleben möchtest:

„Sei jeden Tag die beste Version deiner selbst!“