Es ist entschieden: Die Gesellschafterversammung und die Spielkommission der Oberliga Baden-Württemberg haben heute beschlossen, dass die Oberliga BW-Saison 2020/21 annulliert wird – und dies ohne Aufsteiger und Absteiger.

Für viele Experten ist diese Entscheidung überraschend, die meisten Insider rechneten damit, dass es Aufsteiger aus den drei Oberligen Baden Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz geben würde. Dass es letztendlich nicht so kam liegt an den Statuten der Regionalliga Südwest.

Dem Beschluss zur Beendigung und Annullierung der Oberliga-Spielzeit vorausgegangen war nämlich ein Beschluss der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest GbR, unter den gegebenen Umständen keine Oberliga-Aufsteiger aufzunehmen. Die Begründung leitet sich aus der fehlenden sportlichen Qualifikation ab, da keine der Oberligen nur annähernd 50 % der im jeweiligen Spielmodus vorgesehenen Spiele absolviert hat. Die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga Südwest verringert sich in der Saison 2020/21 entsprechend auf zwei Vereine.

Im Rahmen der Interessenabwägung fand zudem Berücksichtigung, dass die Regionalliga Südwest GbR auch eine Rücksichtnahme- und Fürsorgepflicht gegenüber den Teilnehmern der Regionalliga Südwest trifft, deren Möglichkeit zum Klassenerhalt im Zusammenhang mit den Aufstiegsmöglichkeiten aus den nachgeordneten Oberligen steht. Dies berichtet die Oberliga-Spielkommission in einer Pressemitteilung.

Als Grundlage für den Beschluss der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest GbR diente nach einer ersten internen Prüfung auch ein externes Rechtsgutachten.

Damit haben sich die Hoffnungen von Tabellenführer SGV Freiberg auf den Regionalliga-Aufstieg sowie der Stuttgarter Kickers auf die Relegation nicht erfüllt. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Clubs nun auf gerichtlichem Weg zum Erfolg kommen möchten.