Marco Merz ist seit 01.09. ein „Fünfziger“. Der langjährige Sportdirektor der Sport-Union feierte am vergangenen Mittwoch seinen 50. Geburtstag – zu dem wir nachträglich aufs Allerherzlichste gratulieren.

Man übertreibt sicher nicht, wenn man sagt, dass es das Vermächtnis von Marco Merz ist, dass die Sport-Union nun bereits in der sechsten Saison in der Oberliga Baden-Württemberg spielt.

Marco kam zur Saison 2009/10 zur Sport-Union und bekleidete dort das Amt des Sportdirektors. Dass der Wechsel überhaupt zustande kam war der Hartnäckigkeit des damaligen Spartenleiters Klaus-Dieter zur Linden zu verdanken. Die Sport-Union war soeben als Bezirksliga-Meister in die Landesliga aufgestiegen. Trainer war damals Peter Idziak, die Spieler hießen unter anderem Sinan Andic, Aydin Cengiz, Heiko Bachmann, Michael Bebinno, Enzo Romano oder Sven Seeg.

Klaus-Dieter zur Linden war davon überzeugt, dass der Funktionärsbereich professioneller und breiter aufgestellt werden musste, um das Ziel zu erreichen, der Leuchtturm im Unterländer Fußball zu werden. Er kämpfte geradezu um die Verpflichtung von Marco Merz, der sich zuvor eher als Trainer einen Namen in der regionalen Fußballszene gemacht hatte.

Marco Merz änderte nach seinen Amtsantritt in Neckarsulm die Strategie der Sport-Union entscheidend, baute auf junge Talente, und kreierte um wenige erfahrene Leitwölfe nach und nach eine erfolgshungrige Mannschaft. Trotz manchem internen Widerstand wich Marco Merz vom eingeschlagenen Weg nicht ab und führte die Sport-Union damit am Ende bis in die Oberliga, die er selbst als seine „Sehnsuchtsliga“ bezeichnete.

Erfolge gab es in der Tat jede Menge während seiner 10-jährigen Amtszeit bei der Sport-Union. Angefangen bei den beiden unvergessenen Aufstiegen in die Verbands- und in die Oberliga. Aber auch der Vize-WFV-Pokalsieg sowie die Teilnahme am DFB-Pokal stehen in der Neckarsulmer Erfolgs-Vita von Marco Merz.

Im Mai 2019 gab Marco Merz dann nach zehn Jahren seinen Abschied bei der Sport-Union bekannt. Für viele überraschend – doch, genauso wie man ihn kannte – sehr konsequent. Denn auch wenn er nach wie vor „seiner”  Sport-Union die Daumen drückt, bei Spielen war er nur selten auf dem Pichterich. Dafür war er aber beim fünfjährigen Oberliga-Aufstiegsjubiläum vor Ort und feierte ausgelassen mit den ehemaligen Neckarsulmer Weggefährten.

Fällt in Neckarsulm der Name Marco Merz, dann nur in Zusammenhang mit allergrößtem Respekt und Dankbarkeit. Sein Nachfolger Thorsten Damm bringt es auf den Punkt: „Marco Merz ist neben Rolf Härdtner und Klaus-Dieter zur Linden ein wichtiger Teil der Neckarsulmer Erfolgsgeschichte in den letzten 10 Jahren. Bezogen auf den sportlichen Bereich ist er vielleicht sogar DER Vater des Erfolges.”

Marco Merz besitzt in der Tat Legendenstatus in Neckarsulm und ist und bleibt auf dem Pichterich ein stets gern gesehener Gast.