Die Auf- und Abstiegsregelung von der Oberliga in die Regionalliga bleibt kompliziert. Eine Entscheidung ist weiterhin offen.

Am vergangenen Montag fand eine Gesellschafterversammlung der Fußball Regionalliga GbR, der Vertreter der sieben beteiligten Landesverbände angehören, statt. Dort wurde vor allem die Auf- und Abstiegsfrage thematisiert. Über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart, ein Detail allerdings steht fest: Aufgrund der zu erwartenden Klagewelle der beteiligten Vereine aus Regional- und Oberliga entschied das Gremium alle Möglichkeiten von einem externen Anwalt prüfen zu lassen.

Dies verzögert die Frage nach Aufsteigern aus der Oberliga Baden-Württemberg in die Regionalliga wohl um mehrere Wochen. Damit dürfte das sowieso bereits sehr emotional diskutierte Thema weiterhin brodeln.

Auf der einen Seite stehen die Regionalligisten, die weniger Absteiger als die aktuell vorgesehenen sechs fordern. Auf der anderen Seite stehen die Oberligisten, u. a. aus Baden-Württemberg der SGV Freiberg und die Stuttgarter Kickers, die trotz nur rund einem Drittel absolvierter Spiele den Aufstieg, bzw. die Relegation für sich reklamieren. Die Situation ist verzwickt und komplex.

Denn während die Statuten der Oberliga Rheinland/Pfalz auch für den Fall eines vorzeitigen Saison-Abbruchs verbindliche Aufsteiger vorsehen, sind die Regelungen in Hessen und Baden-Württemberg weitaus weniger klar.

Nun wird ein Ausweg aus diesem Dilemma gesucht. Eine der nun im Raum stehenden Lösungen sieht gar eine Teilung der Regionalliga vor – und zwar in dem Fall, wenn weniger oder gar keine Clubs aus der Regionalliga Südwest absteigen und trotzdem die Oberligisten aufsteigen dürften. Dann könnten in der neuen Saison bis zu 26 Teams in der Regionalliga spielen.

Die Fronten sind also weiterhin verhärtet. Ein gerichtliches Nachspiel erscheint nur schwer vermeidbar. Der Verlierer könnte dabei der Amateurfußball sein, und der hat es aktuell eigentlich schon schwer genug.

 

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