25.04.18 - Nächstes Freitagabend-Spiel für die NSU in Walldorf
 

Die Oberliga-Saison 2017/18 biegt langsam auf die Zielgerade ein. Der 28. Spieltag beschert der Neckarsulmer Sport-Union dabei erneut ein Freitagabend-Spiel, die Unterländer treten bei der aufstrebenden Reserve von Regionalligist Astoria Walldorf an (Anpfiff: 19:30).

 
 

„Das war fast wie in alten Zeiten“, ist NSU-Trainer Thorsten noch immer vom Auftritt seiner Mannschaft beim 0:0-Remis gegen Aufstiegsanwärter FSV Bissingen vor einer Woche beeindruckt. Der scheidende Chefcoach gibt aber auch zu, dass er aufgrund des erheblichen Chancenplus seiner Mannschaft dem möglichen ersten Heimsieg des Jahres noch immer etwas hinterher trauert. „Aber es überwiegt ganz klar der Stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.“

An der großen Personalmisere, unter der Thorsten Damm und sein Team seit Wochen leiden, wird sich bis Ende der Saison allerdings wenig ändern. Zwar hat sich die Verletzung von Adrian Beck gegen Bissingen als nicht so schwerwiegend wie erwartet herausgestellt, so dass der Topscorer der Sport-Union am Freitag in Walldorf wohl auflaufen wird. Dafür steht hinter dem zuletzt sehr agilen Sebahattin Öztürk krankheitsbedingt ein großes Fragezeichen. „Das ist wirklich eine schwierige Situation“, so Thorsten Damm. „Ich sehe uns daher auch am Freitag in Walldorf als Außenseiter und nur wenn wir es schaffen, genauso wie zuletzt in Ravensburg oder gegen Bissingen aufzutreten, haben wir dort eine Chance zu punkten.“

Nur allzu gerne würde Damm seinen auf den Felgen daherkommenden Vielspielern eine Pause gönnen, kann dies aber aufgrund der aktuellen Verletzungsmisere nicht. Und dass sich die Personalsituation gegen die drei nun folgenden vermeintlich schlagbaren Gegnern Walldorf, Spielberg und Backnang entspannt, ist eher unwahrscheinlich. „Ich denke in dieser Saison wird lediglich Marvin Leonhardt noch einmal aufs Spielfeld zurückkehren. Eigentlich müsste mir aktuell vor jedem Spiel angst und bange werden“, schmunzelt Thorsten Damm. Warum dies nicht so ist, auch nicht am Freitag gegen Walldorf, schiebt der Neckarsulmer Übungsleiter gleich nach. „Wir schaffen es immer eine vom Namen her gute Startelf hinzubekommen, trotzdem bleiben wir aufgrund der aktuellen Situation in den nächsten Wochen stets der Underdog.“

Der aktuelle Gegner Astoria Walldorfer galt lange Zeit als Abstiegskandidat, ehe er sich in den letzten Wochen als fleißiger Punktesammler betätigt hat. Das Team von Trainer Andreas „James“ Kocher holte in den letzten vier Spielen zehn Punkte und schob sich dadurch vom vorletzten auf den 15. Tabellenplatz vor, der nach Stand der Dinge den sicheren Klassenerhalt bedeutet. Für Thorsten Damm ist der aktuelle Walldorfer Höhenflug keine Überraschung: „Astoria verfügt über viele Spieler, die inzwischen seit 2 Jahre in der Oberliga spielen, zudem kamen auch 2-3 Spieler vom Regionalliga-Team hinzu.“ Vor zwei Wochen beim Sieg im Schlüsselspiel beim Tabellenletzten Weinheim waren dies solch etablierte Akteure wie Niklas Horn, Harun Solak oder Pasqual Pander. Auch der gebürtige Unterländer Salvatore Varese, ebenfalls im Walldorfer Regionalliga-Kader gelistet, kam zuletzt ab und an in der Oberliga zum Einsatz.

Die NSU muss sich dementsprechend auch am Freitag darauf einstellen, auf einen namhaften Gegner zu treffen. Was erwartet Thorsten Damm daher vom Auftritt seines Teams in Baden? „Ich habe keine Erwartung, sondern vielmehr zwei Wünsche. Ich wünsche mir, dass meine Jungs nach den Spielen gegen Ravensburg und Bissingen Blut geleckt haben und richtig Bock auf einen Dreier in Walldorf haben.“ Pure Freude würde beim Neckarsulmer Chefcoach dann zumindest für einen Moment endlich einmal die Sorgen um die personelle Situation vertreiben.