27.04.16 - Torben Hierl ist der Neckarsulmer „Super-Dribbler“
 

NSU-Coach Thorsten Damm ist bekannt dafür, gerne einmal für Abwechslung im Oberliga-Trainingsalltag zu sorgen. Eine ganz spezielle Trainingseinheit fand auch am vergangenen Dienstag wieder auf dem Pichterich statt. Unser Oberliga-Team duellierte sich dabei an der “SportStation“.

 
 

Diese besteht in der Regel aus einem rund 8 Meter langen Parcours mit vier Hütchen, die auf dem Rückweg mit dem Ball im Slalom umrundet werden müssen. Kernstück der „SportStation“ ist ein kleiner grauer Kasten, der mit modernster Technik geradezu vollgestopft ist. Unter anderem mit einem Laser und einer Stoppuhr, die alle möglichen Daten der Läufer sammelt und sofort auf einem Bon ausdruckt. So kann der Spieler seinen Lauf sofort umfangreich analysieren und sieht sofort die erreichte Endzeit.

Der besondere Clou daran: Der Ausdruck ist mit einem QR-Code versehen, diesen kann man in die „SportStation-App“ einscannen, wo die Daten dann in die Rangliste der Besten einsortiert werden. Dort werden zudem sämtliche erzielten Zeiten im persönlichen Profil abgelegt und miteinander verglichen. Es würde den Rahmen sprengen, würden wir hier alle technischen Möglichkeiten aufzählen.

Entwickelt hat das Gerät der ehemalige Tennis-Bundesligaspieler Wolfgang Alexander Paes. Der 47-Jährige befindet sich derzeit auf Vermarktungstour durch ganz Deutschland, und stellt die „SportStation“ im gesamten Bundesgebiet vor, unter anderem war er bereits beim FC Ingolstadt, der TSG Hoffenheim und dem FC St. Pauli. Dort war Trainer Ewald Lienen übrigens so begeistert davon, dass er so lange dribbelte, bis er schneller war, als ein Großteil seiner Mannschaft. Und das ist auch ein Punkt, warum die „SportStation“ alle Teilnehmer schnell in seinen Bann zieht. Die Gier auf den Wettbewerb. Sich messen mit anderen, schneller zu sein, als der Mitspieler, die entscheidende Zehntel herauskitzeln. „Das ist wie Playstation spielen, bloß in echt“, charakterisiert Paes seine Neuentwicklung kurz und prägnant. Bereits 100 Exemplare hat er inzwischen verkauft.

Der Schnellste auf den insgesamt 16 Metern ist aktuell übrigens der große Lionel Messi. Der Spieler des FC Barcelona testete die „SportStadion“ im Rahmen einer PR-Aktion von adidas und ist seitdem mit 5,12 Sekunden aktueller Rekordhalter.

Am Dienstag machte Paes, im Übrigen ein guter Freund von Sport-Union-Coach Thorsten Damm, mit seiner Neuentwicklung also Halt auf dem Pichterich, sehr zur Freude unserer Spieler. Schnell war der Ehrgeiz bei den Jungs geweckt, die sich einen Abend lang an der „SportStation“ duellierten. Am Ende erwies sich übrigens Torben Hierl mit 6,582 Sekunden als der "Neckarsulmer Superdribbler“. Im Gegensatz zu Messi standen jedoch keine Hütchen, sondern weitaus breite Tafeln zur Verfügung - klarer Vorteil für den Argentinier. „Das war schon eine Klasse-Zeit“, sagte Alexander Paes dann auch anerkennend. Nur unwesentlich langsamer als Torben Hierl folgten Philipp Seybold und Ouadie Barini auf den Plätzen 2 und 3.

Doch die SportStation ist weitaus mehr als „nur“ ein Spaß-Gerät. Vielmehr sind ihr auch sportwissenschaftlich verwertbare Daten zu entnehmen. „Es lassen sich die Werte der Einzelsportler umfangreich dokumentieren in Bezug auf Handlungsbeschleunigung, Sprintvermögen, Richtungswechsel-Fähigkeit und Bremsvermögen. Zudem lassen sich sehr gut Drucksituationen simulieren.

Coach Thorsten Damm, der sich im Übrigen vor dem Parcour drückte (ja, ja, Coach, die Leiste), merkte schnell, dass eine normale Trainingsarbeit am Dienstag nur schwer möglich war: „Eigentlich war heute ja ein relativ seriöses Training geplant, aber ich habe schnell gemerkt wie das Ding meine Jungs sofort in den Bann gezogen hat. Bestes Beispiel ist Bogi Müller. Wenn so ein alter Haudegen gleich mehrmals zur Station geht, dann spricht das schon für sich.“ Auch die Jungs selbst waren durch die Bank begeistert: „Das war eine tolle Abwechslung zum Trainingsalltag. Durch den Ausdruck sieht man nach dem Lauf sofort, in welcher Kurve es gut ging und in welcher man sich verbessern muss“, sagte beispielsweise Robin Neupert, der sich übrigens im Bruderduell gegen seinen Bruder Steven durchsetzte. „Superdribbler“-Sieger Torben Hierl sagte: „Das macht richtig Spaß. Zunächst schaut man, was macht der Mitspieler und versucht dann, schneller zu sein. Da entwickelt sich ein brutaler Ehrgeiz.“

Selbst unser Keeper Marcel Susser stellte sich dem technisch anspruchsvollen Parcour: „Das war eine coole Sache, auch wenn ich als Torwart eher selten Dribblings brauche, höchstens wenn ich mal vor dem gegnerischen Tor stehe und ein paar gegnerische Abwehrspieler umdribbeln muss“, grinste unser Schlussmann. Dass er mit 8,0 Sekunden sogar den Verfasser dieser Zeilen schlug, ging allerdings gar nicht. Sussi, beim nächsten Mal drehe ich das wieder gerade!

 
Das Herzstück: Die "SportStation"
Alexander Paes erklärt Buschi die Funktionsweise des Gerätes
Er war der erste, der über den Parcour ging: Marcel Busch
Hatte sichtlich Spaß: Marc Schneckenberger
Wichtig: Der Bon direkt nach dem Lauf
Pascal Marche
Marc Schneckenberger
Wenn das keine gute Reaktionszeit ergibt... Marcel Busch
Die Ergebnisse kann man sich sofort nach dem Lauf auf die SportStation-App laden
Marcel Gerstle
Ärger über ein verschobenes Hindernis
War mit großem Eifer dabei: Bogdan Müller
Der Bon mit den Laufdaten
Seba Öztürk
Sebastian Kappes
Steven Neupert
Robin Neupert
Scheint hier fast zu fliegen: Robin Neupert
War insgesamt drittschnellster: Ouadie Barini
Steven Neupert
Im Zettelvergleich: Ouadie und Robin
Auch das kann schon mal passieren: Ball vergessen
Unser dritter Sieger: Ouadie Barini
Torben Hierl
Henni Hogen
Philipp Seybold
Erreichte am Ende den 2. Platz: Philipp Seybold
Marvin Leonhardt
Unser 2. Sieger: Philipp Seybold
Kann diese Zeit sein????
Tatsächlich! Die Bestzeit erreichte Torben Hierl. Glückwunsch
Torben Hierl
Der Sieger-Bon
Auch unser Coach Thorsten Damm war vom Gerät begeistert