03.05.19 - NSU möchte englische Woche in Spielberg vergolden
 

Die aktuelle englische Woche verlief bisher perfekt für unser Oberliga-Team. Gegen die starken Teams des FV Ravensburg und des FC Villingen wurde die Optimalausbeute von sechs Punkten eingefahren in der Hinrunde hatte es für die NSU gegen die beiden Kontrahenten lediglich einen einzigen Zähler gegeben. Damit hat man sich eine komfortable Situation im Kampf um den sicheren Klassenerhalt erarbeitet.

 
 

Nur allzu gerne würde unsere Pichterich-Elf sich nun die englische Woche an deren Ende nur allzu gerne vergolden. Doch der Gegner und Tabellenletzte SV Spielberg hat seine Leichtigkeit zurückgefunden und ist ein mehr als ernstzunehmender Kontrahent.

Die Gastgeber vom Talberg bestreiten ihre wohl zunächst letzte Saison in der Oberliga Baden Württemberg. Als aktueller Tabellenletzter und mit 13 Punkten auf der Habenseite wird der Abstieg in die Verbandsliga für das Team aus dem Karlsbader Teilort nicht mehr zu verhindern sein. Das ist schade, denn damit verliert die Oberliga einen absolut sympathischen Club, den auch wir bekanntermaßen sehr schätzen. Doch für sentimentale Gefühle ist am Samstag beidseitig kein Raum, denn während die NSU die eventuell entscheidenden Punkte zum sicheren Klassenerhalt sammeln möchte, geht es den Spielbergern darum, sich mit Abstand in die Verbandsliga zu verabschieden.

Dass uns in Spielberg kein Spaziergang wird haben die letzten Wochen gezeigt. Der SVS hat sich zuletzt nämlich keineswegs wie ein Absteiger präsentiert und trotz der quasi ausweglosen Situation eine große Mentalität und Charakter bewiesen. Dies schlägt sich auch in den Ergebnissen, vor allem im eigenen Stadion, nieder. Gegen Aufstiegsanwärter Bissingen wurde zu Hause nur denkbar knapp mit 0:1 verloren, gegen Reutlingen gelang ein 1:1-Remis und der SV Oberachern wurde gar mit 2:0 bezwungen. Die Begeisterung und Freude, mit der das entscheidende 2:0 gegen den SVO von Team und Fans gefeiert wurde, demonstrierte eindrucksvoll, dass der Hunger nach Punkte in Spielberg noch lange nicht gestillt ist. Dies belegt auch die 3:5-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Bahlingen, als der SVS zwischenzeitlich einen 0:3-Rückstand aufholte. Vergangene Woche schließlich gelang auswärts bei Normannia Gmünd ein 2:2-Remis. Vor drei Jahren spielten die Spielberger gar noch in der Regionalliga, galten als Musterbeispiel für einen Club, der mit geringen finanziellen Mittel, aber einem exzellenten Management grandiose sportliche Erfolge realisieren konnte.

In dieser Saison kam es dann aber knüppeldick für den SVS. Die zunächst mit großer Hoffnung begleitete Kooperation mit dem Karlsruher SC, der bekanntlich seine Oberliga-Mannschaft vor dieser Runde zurückgezogen hat, brachte nicht den erwünschten Effekt. Zudem beschäftigt man mit Sebastian Weber bereits den dritten Trainer in dieser Spielzeit. Als wären das nicht schon genug Hiobsbotschaften hat auch Bernd Stadler, der Architekt der Spielberger Erfolge der letzten Jahre, seine Demission angekündigt und wird nach 13 Jahren zum Ende der Saison sein Amt als Sportlicher Leiter in Spielberg niederlegen.

Bei unserer Sport-Union wird es darum gehen, nochmals alle noch vorhandenen Kraftreserven zu mobilisieren und mit ähnlicher Willenskraft und Überzuegung wie zuletzt gegen Ravensburg und Villingen aufzutreten. Hier sind nicht nur die Spieler selbst gefragt, sondern auch das Team hinter dem Team. So legte unser geschätzter Physio "Ronny" Wagner in dieser Woche freiwillige Überstunden ein, um unsere Jungs möglichst engmaschig zu betreuen. "Danke an Ronny", freut sich auch NSU-Coach Marcel Busch über die Sonderschichten unseres Physios. Der Neckarsulmer Cheftrainer warnt vor dem kommenden Gegner: "Aufgrund der Tabellenkonstellation gehen wir als Favorit in die Begegnung. Spielberg ist allerdings ein sehr gefährlicher Gegner. Wir haben zuletzt in der Bundesliga erlebt, wie sich vermeintliche Favoriten in Spielen gegen Außenseiter schwer getan haben. Daher müssen wir alles abrufen, um unseren aktuellen Lauf forzusetzen."

Bei aller Sympathie, die wir für den SV Spielberg empfinden, am Samstag werden alle kollegialen Verbindungen und Gemeinsamkeiten ruhen. Für unser Team geht es beim SVS um Einiges. Ein Dreier in Spielberg wäre der wohl entscheidende Neckarsulmer Mosaikstein auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt. Der Anpfiff erfolgt um 15:30.