26.10.17 - Mission Spielberg: Einen Zähler mit nach Neckarsulm nehmen
 

Am kommenden Samstag (Anpfiff: 15:30) geht es für die Sport-Union wieder auf Reisen. Um 15:30 steht das schwere Auswärtsspiel beim SV Spielberg auf dem Programm. Während die Gastgeber jeden Punkt benötigen, um sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen, wäre die Sport-Union bereits mit einem Remis beim Ex-Regionalligisten nicht unzufrieden.

 
 

Es war vor allem der verheerende Saisonstart, dem unser kommender Auswärtsgegner, der SV Spielberg, noch immer so etwas hinterher hechelt. Vier Spiele – vier Niederlagen lautete die ernüchternde Bilanz des Teams aus dem 2.800 Einwohner zählenden Karlsbader Ortsteil zum Ligabeginn. Man musste Schlimmes befürchten, und das obwohl der SVS vor zwei Jahren noch in der Regionalliga gespielt hat.

Doch in Spielberg verfügt man über ein seriöses Umfeld, das so manchem Sturm energisch trotzt. So behielt man rund um das „Bechtle-Stadion“ klaren Kopf und analysierte die Situation unaufgeregt. Der Lohn: In den folgenden sieben Spielen gab es lediglich zwei Niederlagen (gegen die beiden südbadischen Topteams Bahlingen und Villingen), so dass die Spielberger sich, trotz der Niederlage letzte Woche in Sandhausen, inzwischen auf den 11. Platz nach vorne arbeiten konnten.

Und gleichwohl dies kein Ruhekissen ist und der Abstand nach hinten weiterhin nicht sehr groß ist, das Potential bei den Spielbergern scheint für weitaus höhere Ambitionen geeignet. "Betrachtet man den Kader des SVS, so hat sich dieser seit der Regionalliga-Saison 2015/16 nicht sehr verändert", sagt auch NSU-Coach Thorsten Damm mit Respekt. "Daher gilt auch für die Spielberger,ähnlich wie für Mannschaften wie Ravensburg, Bissingen oder Bahlingen, dass sie uns in ihrer Entwicklung einige Oberliga-Jahre voraus haben."

Allgemein genießt der SVS höchste Wertschätzung bei uns in Neckarsulm – und besitzt zudem absolute Vorbildfunktion. Wie dort konzentriert, ambitioniert, aber gleichzeitig auch familiär gearbeitet wird und vor allem alle an einem (Erfolgs-) Strang ziehen, das nötigt allerhöchsten Respekt ab. Der SV Spielberg repräsentiert einen Verein, der seine vorhandenen Möglichkeiten bis ins letzte ausreizt und alles nur Mögliche aus sich herausholt. Kein Wunder also, dass unser Sportdirektor Marco Merz mit seinem Spielberger Pendant Bernd Stadler fast schon freundschaftlich verbunden ist und sich regelmäßig mit ihm austauscht.

Und auch wir freuen uns auf unser Gastspiel in Spielberg, denn im Bechtle-Stadion stehen die Zuschauer besonders eng am Spielfeld – Gänsehaut-Atmosphäre inklusive. Und sportlich ist und bleibt der SV Spielberg sowieso eine Herausforderung. In der Viererkette beispielsweise verfügt jeder Akteur der Stammformation über Erfahrung aus dem Regionalliga-Jahr 2015/16. In der Offensive sind vor allem der erfahrene Stoßstürmer Alexander Zimmermann sowie der schnelle, technisch beschlagene Ex-Nöttinger Riccardo die Piazza zu beachten.

Dennoch wird es das Ziel unseres Teams sein, am Samstag die Serie von sieben ungeschlagenen Spielen um ein weiteres zu verlängern. Thorsten Damm: "Ich denke ein Auswärtspunkt in Spielberg wäre prinzipiell ähnlich wie in Bahlingen, Bissingen oder Reutlingen absolut ok."