11.05.18 - Am Samstag Heimspiel gegen Sandhausen II
 

Fünf Tage – zwei Heimspiele. Die Oberliga-Saison 2017/18 biegt auf Zielgerade ein und unsere Sport-Union bestreitet gleich zwei Begegnungen in Folge im heimischen Pichterichstadion. Zunächst geht es am morgigen Samstag (Anpfiff: 15:00) gegen das U23-Team von Zweitligist SV Sandhausen, das weiterhin in den direkten Abstiegskampf involviert ist. Immer wieder gab es in der Rückrunde gar Gerüchte, der SVS würde seine 2. Mannschaft zur kommenden Saison komplett vom Spielbetrieb abmelden. Bestätigt wurde dies von den Sandhäusern allerdings nie, ganz im Gegenteil, trotz zunächst verheerendem Rückrundenverlauf demonstrierte das Team zuletzt eindrucksvoll, dass es sich in keinster Weise mit dem drohenden Oberliga-Abstieg abfinden möchte.

 
 

Es war das Lebenszeichen schlechthin: 3:1-Auswärtssieg beim Spitzenteam in Nöttingen! Der 26. Spieltag war sozusagen die Auferstehung des SV Sandhausen II nach zuvor sechs Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf Platz 17 in der Oberliga Baden Württemberg. Kaum ein Experte gab noch einen Pfifferling auf den Klassenerhalt der Badener, doch der Paukenschlag beim Regionalliga-Absteiger sorgte für frischen Mut beim SVS – es folgten sieben Punkte in den nächsten drei Begegnungen. Dass bedeutet aktuell den 16. Platz – der zum jetzigen Stand der sichere Klassenerhalt bedeuten würde, wenn der Tabellenzweite der Oberliga den Aufstieg in die Regionalliga realisiert.

Allgemein muss man dennoch konstatieren, dass die aktuelle Platzierung der Gäste schon überrascht. Denn die Sandhäuser haben sich vor der Saison gut verstärkt, so dass sich auch NSU-Coach Thorsten Damm sicher war: „Der SVS hat heuer mehr Substanz, als in der vergangenen Saison.“ Und dort wurde der Zweitliga-Nachwuchs immerhin Tabellenelfter. Der Einbruch des SVS, trotz Profi-Unterstützung, ist daher schon etwas verwunderlich. Apropos Profi-Unterstützung:

In der Tat weiß man vorher nie so genau, wie viele und vor allem welche Profis in der Sandhäuser Amateur-Startelf stehen werden.
„Am Ende kackt die Ente“, sagt ein bekannter Fernsehkommentator gerne. Will heißen, jetzt geht es um die Big Points und da ist durchaus zu vermuten, dass die Sandhäuser mit einer prominenten Mannschaft auf dem Pichterich antreten werden. „Eigentlich mache ich mir darüber wenig Gedanken, da wir das sowieso nicht beeinflussen können“, sagt Thorsten Damm. „Allerdings macht das die Spielvorbereitung nicht unbedingt einfacher.“

Dabei hat die Sandhäuser U23 sportlich auch ohne Profi-Unterstützung einiges zu bieten. Vor allem die Offensive mit den beiden Stoßstürmern Jan Dahlke und Jose Vunguidica ist qualitativ hochwertig besetzt. Aber auch das Mittelfeld um den Walldorf-Neuzugang Paul Weber, Luca Sterzing, Maximilian Schilling und Kapitän Nikolai Bauer besitzt viel Dynamik und taktisches Geschick.

Und dass die Sandhäuser absolut konkurrenzfähig sind, demonstrieren zudem Siege gegen den designierten Meister Balingen, dem aktuellen Tabellendritten Freiberg oder wie erwähnt Regionalliga-Absteiger Nöttingen. Dennoch befindet sich das Team von Trainer Kristijan Glibo weiterhin im Abstiegskampf. Ein Zustand, den man bei den Badener sicher nur allzu gerne bis Saisonende ändern möchte. Keine Frage, unserer Pichterich-Elf steht morgen eine extrem knifflige Aufgabe bevor.