01.12.17 - So sah es der Gegner: NSU vs. SV Oberachern 2:0
 
(c) Baden Online vom 04.12.17
 

Kein Happy End für den SV Oberachern

Mit einer Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union startete der SV Oberachern in das Fußballjahr 2017 – und mit einer Niederlage an gleicher Stätte beendete er es auch. Dem 1:2 im Februar folgte am Samstag ein 0:2. Aus Sicht der Württemberger waren aller guter Dinge deren drei, denn zum Saisonstart im August behielt man auch schon mit 4:0 beim SVO die Oberhand. 

Dabei hatte man sich bei den Achertälern doch so viel vorgenommen. Trainer Marc Lerandy wollte unbedingt etwas Zählbares aus der Audi-Stadt mitnehmen, doch der überwiegende Teil seiner Truppe spielte da einfach nicht mit und blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Kein Wunder, dass Oberacherns Übungsleiter nach der Partie mit grimmiger Miene vom Platz trabte: »Das 1:0 haben wir denen geschenkt. Dann ließen wir zwei Chancen ungenutzt und sind dem Rückstand hinterher gerannt. Da wusste ich schon, dass das auf dem Platz heute schwer werden wird. Am Ende war der NSU-Sieg aber nicht unverdient.«

Keine hochklassige Partie

Dass sich bei frostigen Temperaturen und auf rutschigem Untergrund keine hochklassige Partie entwickeln würde, das war wohl jedem der 250 Zuschauer bewusst. Für etwas Erwärmung bei den mitgereisten Oberacherner Fans sorgte Schiedsrichter Luka Gille, der in der Anfangsphase gleich dreimal bei SVO-Akteuren auf falschen Einwurf entschied, aber dennoch jederzeit alles fest im Griff hatte.

In einer Partie mit nur wenigen aufregenden Szenen stand es zur Pause 1:0, weil Timo Schwenk in der 18. Minute unglücklicherweise den Ball nicht richtig traf und sich Neckars-ulms Torjäger Adrian Beck dann für die vorweihnachtliche Kerze  auf seine Art bedanken konnte. SVO-Keeper Julien Guthleber war chancenlos. In Minute acht konnte Guthleber noch mit einer Glanzparade gegen Adrian Beck klären.

Chance zum Ausgleich

Oberachern war immer dann gefährlich, wenn es über die rechte Seite ging. Nach feinem Zuspiel von Sebastien Noé scheiterte Oguzhan Tasli am glänzend reagierenden Marcel Susser (23.), und auch drei Minuten später war der Keeper vor dem SVO-Angreifer zur Stelle. In der 31. Minute lag der zu diesem Zeitpunkt eigentlich verdiente Ausgleich in der Luft, doch der Kopfball von Innenverteidiger Luca Fritz im Anschluss an einen Freistoß von Gabriel Gallus verfehlte nur ganz knapp sein Ziel.

Nach dem Wechsel verdienten sich die Württemberger nach und nach ihre Führung, weil sie jetzt das aktivere Team waren und vom SVO in der Offensive nicht mehr viel zu sehen war. SVO-Spielmacher Gabriel Gallus erwischte einen ganz schwachen Tag. In der 74. Minute packte Neckarsulms Steven Neupert den Hammer aus und traf aus 18 Metern zum 2:0. Die Gastgeber hatten danach keine Mühe mehr, das Ergebnis bis zum Schluss zu verwalten, weil vom SVO bis auf zwei gefährliche Aktionen von Felix Armbruster (88./90.) keine Gefahr mehr ausging.

Trotz der Niederlage hat der SVO zur Winterpause mit 29 Punkten weit mehr erreicht, als nach dem schlechten Saisonstart zu erwarten war. 

Neckarsulm – SV Oberachern 2:0 (1:0)
Neckarsulm: Susser – Leonhardt, Klotz, Bellanave (86. Romano), Barini (90. Albert), Beck, Seybold, Gotovac, Busch, Neupert, Schneckenberger.
Oberachern: Guthleber – Noé, Fritz (70. Volk), Armbruster, Huber, Gallus, Tasli (46, Giardini), Decherf, Schwenk, Feger, Daouri (63. Petric).
Schiedsrichter: Luka Gille (Kuppenheim) –Zuschauer: 170.
Tore: 1:0 Beck (18.), 2:0 Neupert (74.).