17.02.17 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel gegen Oberachern
 
(c) Homepage SV Oberachern vom 16.02.17
 

Eigentlich war man beim Oberligisten SV Oberachern ganz zufrieden mit dem Verlauf der Vorrunde. Ganze vier Niederlagen standen nach 17 Spielen zu Buche und hätte man sich nicht in sieben Partien die Punkte nur geteilt, wäre da noch viel mehr möglich gewesen. Doch dann setzte es zu Beginn der Rückrunde drei Niederlagen gegen die ambitionierten Teams von KSC II, Freiburg II und Reutlingen und schon rückte die Abstiegszone vor der langen Winterpause in bedrohliche Nähe.

Viel Zeit für einen längeren Winterschlaf blieb nicht. Sechs harte Wochen der Vorbereitungszeit mit zahlreichen Testspielen standen auf dem Programm. Doch jetzt sind nicht nur die Oberacherner Fans froh, dass es wieder losgeht, vor allem aber Trainer Thomas Leberer : „Zum Glück ist die Vorbereitung vorbei. Diese ist so aber nur so gut oder so schlecht, wie das Ergebnis des ersten Punktspiels. Mit diesem Spiel zählt alles, was in den sechs Wochen davor war, nicht mehr. Wir haben uns in der Vorbereitung schwer getan, es war ein Kommen und Gehen bedingt durch Verletzungen und Grippe, so waren dann auch die Spiele. Sehr unterschiedlich und mit Sicherheit mit viel Luft nach oben“.

Am Samstag zum Auftakt des neuen Jahres jetzt gleich das schwere Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union, der nach verhaltenem Start immer besser in die Gänge kam und mit 33 Zählern und Rang 5 mit dem Abstieg wohl kaum noch etwas zu tun haben dürfte. Der Verein entstand erst am Neujahrstag 2009 durch die Fusion der Sportvereinigung Neckarsulm 1946 mit den Sportfreunden Neckarsulm. Durch die Finalteilnahme im WFV-Pokal 2012/13 und den Ausschluss von Dynamo Dresden wegen Fan-Ausschreitungen qualifizierte man sich für die erste Runde des DFB-Pokals 2013/14. 2013 stiegen die Fußballer der Neckarsulmer SU in die Verbandsliga Württemberg auf und schafften in der letzten Saison den ersehnten Aufstieg in die Oberliga. In der Vorrunde zeigte der SVO  beim 3:1 eines ihrer besseren Heimspiele, doch das ist alles Schnee von gestern. Im Gegensatz zur negativen Heimbilanz ist die Bilanz des SVO auf fremdem Terrain ausgeglichen. Wäre dies nach der Partie am Samstag immer noch so, dann hätte der Trainer wohl kaum etwas dagegen einzuwenden.

Leberer weiß aber auch um die Schwere der kommenden Aufgaben und nimmt sein Team in die Pflicht: „Die einzige Vorgabe für die nächsten Begegnungen ist zu punkten, um den Abstand nach unten  zu halten oder am besten zu vergrößern. Die Art und Weise ist mir dabei egal. Effektivität absolut vor Schönheit. Das bedeutet, dass wir eher einmal die rustikale Spielweise bevorzugen sollten und die >Schönspielerei<  eher mal hinten anstellen müssen und auch werden“.

Personell ist er dabei bei seinem Vorhaben, mindestens einen Zähler aus dem Württembergischen zu entführen, nicht gerade auf Rosen gebettet. Winterneuzugang Dominik Hauck macht weiterhin sein Knie zu schaffen und mit Timo Schwenk fehlte ein absoluter Leistungsträger wegen einer Virusinfektion über die gesamte Vorbereitungsphase.   Cem Gürsoy hat eine Fraktur im Knöchelbereich. Philip Keller hat sich im letzten Vorbereitungsspiel gegen den SV Linx eine Außenbandverletzung zugezogen, Sebastian Braun und Mario Jurjevic haben Probleme im Bereich der Verse, Nico Huber ist nach seiner Schambeinentzündung erst wieder im Aufbautraining,  Kemal Sert hat zum wiederholten Male Probleme mit seiner Oberschenkelmuskulatur und Doma Petric liegt mit einem grippalen Infekt flach.
RM