01.09.17 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel bei Tabellenführer Nöttingen
 
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Nöttinger Torfabrik im Topspiel gefordert

Gleich am fünften Spieltag der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg kommt es zum Schlagerspiel Erster gegen den Zweiten. Am morgigen Samstag erwartet der FC Nöttingen die Neckarsulmer Sport-Union im heimischen Panoramastadion (15.30 Uhr). Dass Nöttingen die Tabelle anführt, ist nicht überraschend, aber dennoch erstaunlich, weil die Lilaweißen wegen des DFB-Pokals ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert haben.

Die Gründe für den frühen Höhenflug sind einfach zu erklären. Zum einen schickt Trainer Dubravko Kolinger ein eingespieltes Team auf den Platz. Timo Brenner, Holger Fuchs, Mario Bilger, Simon Frank, Eray Gür, „Leo“ Neziraj oder Michael Schürg spielen seit Jahren zusammen und sind ganz offensichtlich noch lange nicht satt.

„Die Neuzugänge sind sehr schnell und gut integriert“, nennt Kolinger eine weitere Ursache für das sommerliche Nöttinger Hoch. Dabei hat der vermeintlich stärkste Neuzugang, Matthias Cuntz, wegen einer Verletzung bisher noch gar nicht gespielt.

„Wir haben aber in den Spielen gegen Spielberg und Backnang auch ein bisschen Glück gehabt“, ergänzt Kolinger, der sich zwar über das Lob von allen Seiten freut, aber auch kräftig auf die Euphoriebremse tritt. „Wir wissen das einzuordnen. Wir heben nicht ab und bleiben bei unserer Marschroute, so wie immer.“ Dass seine Mannschaft gegen den Vorjahres-Dritten Neckarsulm den Favoritenstempel aufgedrückt bekommt, ist für Kolinger keine Überraschung. „Die Rolle nehmen wir an, ohne dabei überheblich zu werden.“

Gegner Neckarsulm schwebt nach vier Spieltagen und neun Punkten auf Wolke sieben. Im Team von Trainer Thorsten Damm stehen mit Claudio Bellanave und Marc Schneckenberger auch zwei ehemalige Nöttinger.

Aufseiten der Gastgeber fehlen am Samstag außer Matthias Cuntz noch die verletzten Holger Fuchs, Leutrim Neziraj, Robin Kraski und Jonas Marten. Weil die Neuzugänge in Remchingen gut integriert sind, hat Kolinger aber, wie schon beim sensationell deutlichen 7:2-Sieg in Sandhausen, einige Alternativen in der Hinterhand. „Unser Kader ist jetzt breiter aufgestellt und die Stimmung im Team ist einfach sensationell gut“, versichert der Trainer.

Autor: Martin Mildenberger