| Badr,
herzlich willkommen in Neckarsulm. Zunächst, warum hast Du Dich
trotz einiger weiterer Angebote dafür entschieden, zukünftig
für die Sport-Union aufzulaufen?
B.H.: Mir hat
das Umfeld in Neckarsulm sehr gut gefallen. Ich war auch 1-2 mal
im Training, da hat ebenfalls alles gepasst. Da ich nicht mehr wegen
des Fußballs umziehen wollte und aus der Region komme, bin
ich froh nun in Neckarsulm spielen zu können.
Wie wir gehört haben hattest Du mit unserem Sportdirektor
Marco Merz in früheren Zeiten bereits einmal fußballerisch
zu tun?
B. H.: Ja das
ist richtig. Vor ein paar Jahren, als ich aus Litauen zurück
nach Deutschland kam, habe ich mich beim VfL Brackenheim fit gehalten,
und zu dieser Zeit war Marco dort Trainer. Das hat die jetzigen
Gespräche auch ziemlich beschleunigt, wir mussten weitaus weniger
reden, als dies normal der Fall ist. Ich muss sagen, ich verstehe
mich sehr gut mit Marco und habe mich sehr gefreut, ihn wieder zu
treffen.
Welchen Eindruck hast Du bislang von Deinem Team, bzw. Deinen
neuen Mitspielern sammeln können?
B. H.: Trainer
Timo Böttjer bringt viel höherklassige Erfahrung mit und
auch das Niveau der Spieler ist sehr gut, soweit ich das jetzt schon
beurteilen kann. Ich habe den Eindruck, dass die Neckarsulmer Sport-Union
zu recht so weit vorne in der Tabelle steht.
Auf welcher
Position oder Positionen bist Du einsetzbar?
B. H.: Ich bin
Offensivspieler und spiele am liebsten als Stürmer in der Spitze.
Ich hoffe, wir treten Dir nicht zu nahe, wenn wir Dich als kleinen
"Weltenbummler" in Sachen Fußball bezeichnet. Wie
sehr hat es Dich als junger Mensch persönlich geprägt,
so viele Jahre auf Dich alleingestellt in der großen Fußballwelt
unterwegs gewesen zu sein?
B. H.: Es ist
schon ein großer Schritt, als junger Spieler ins Ausland zu
gehen. Als Ausländer hast Du einen erheblich größeren
Druck und die Konkurrenzsituation ist auch höher. Du musst
lernen, multikulturell zu denken, Dich auf das entsprechende Land,
seine Kultur und Sprache einzustellen. Aber es hat mir sehr viel
Spaß bereitet im Ausland zu spielen und hat mich als Mensch
geprägt und auch weitergebracht.
Was war bislang die schönste Station in Deiner Karriere?
B. H.: Irgendwie
hatte jede Auslands-Station seine schönen Seiten. Zypern ist
eine wunderbare Insel mit schönem Wetter und tollen Stränden.
Litauen zählte früher zum sogenannten Ostblock, dort waren
die Lebenshaltungskosten sehr günstig, es ging lockerer zu
als im Westen und es gab viele schöne Frauen (lacht). Insgesamt
hatte jeder Club im Ausland seinen Reiz.
Letzte Frage, Badr, was sind Deine Ziele hier in Neckarsulm?
B. H.: Wenn
man schon so weit vorne steht, dann wäre es natürlich
toll, wenn wir so lange wie möglich um den Aufstieg spielen
würden. Ich hoffe, dass ich unserem Team dabei helfen kann.
Es wäre natürlich traumhaft, wenn wir am Ende der Saison
zumindest den Relegationsplatz erreichen könnten.
Danke Badr für dieses Interview und eine erfolgreiche Zeit
bei uns in Neckarsulm.
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