Zwei Neuzugänge für unser Landesliga-Team- 01.02.12
 

Die Neckarsulmer Sport-Union kann mit Alexander Elser und Badr Hamdouchi zwei weitere Neuzugänge für die Landesliga-Rückrunde vermelden.

 

Der 18-jährige Alexander Elser wechselt mit sofortiger Wirkung vom A-Junioren-Oberligisten SGV Freiberg auf den Pichterich. "Alex hat schon bei den Gesprächen einen guten Eindruck bei uns hinterlassen und hat sich auch sportlich bislang gut eingefügt", freut sich NSU-Sportdirektor über das Zustandekommen des Transfers. "Er ist ein technisch versierter Spieler, der bereits auf gehobenem Jugend-Niveau Erfahrungen sammeln konnte. Zudem stammt er aus der Region und passt mit den erwähnten Eigenschaften perfekt in unser Anforderungsprofil." Der Youngster kann im zentralen Mittelfeld, bzw. den Außenbahnen eingesetzt werden. "Alex ist noch für die A-Jugend spielberechtigt und kann daher das Ganze bei uns ganz entspannt und ohne Druck angehen. Schaun wir mal, wohin sein Weg führt", so Marco Merz abschließend. Sport-Union-Coach Timo Böttjer jedenfalls ist sich sicher: "Alex ist ein sehr talentierter Spieler."

 
Alexander Elser
 
Offensivakteur Badr Hamdouchi hingegen wird mit seinen gerade einmal 28 Jahren so etwas wie der Senior unseres Landesliga-Teams sein. Er spielte zuletzt für den Verein Wydad Fes in der ersten marokkanischen Liga und kann auf einige weitere Stationen im Ausland zurückblicken. Aus der Jugend der SGV Freiberg entwachsen, spielte Badr zudem in bei den Kickers Offenbach. Nach seinem Engagement in Marokko kehrte er nun aus privaten Gründen nach Deutschland zurück und hat sich der Neckarsulmer Sport-Union angeschlossen. Wir konnten uns mit unserem Neuzugang unterhalten:
 
Badr Hamdouchi - Bild (c) Gäubote
Badr, herzlich willkommen in Neckarsulm. Zunächst, warum hast Du Dich trotz einiger weiterer Angebote dafür entschieden, zukünftig für die Sport-Union aufzulaufen?

B.H.: Mir hat das Umfeld in Neckarsulm sehr gut gefallen. Ich war auch 1-2 mal im Training, da hat ebenfalls alles gepasst. Da ich nicht mehr wegen des Fußballs umziehen wollte und aus der Region komme, bin ich froh nun in Neckarsulm spielen zu können.


Wie wir gehört haben hattest Du mit unserem Sportdirektor Marco Merz in früheren Zeiten bereits einmal fußballerisch zu tun?

B. H.: Ja das ist richtig. Vor ein paar Jahren, als ich aus Litauen zurück nach Deutschland kam, habe ich mich beim VfL Brackenheim fit gehalten, und zu dieser Zeit war Marco dort Trainer. Das hat die jetzigen Gespräche auch ziemlich beschleunigt, wir mussten weitaus weniger reden, als dies normal der Fall ist. Ich muss sagen, ich verstehe mich sehr gut mit Marco und habe mich sehr gefreut, ihn wieder zu treffen.


Welchen Eindruck hast Du bislang von Deinem Team, bzw. Deinen neuen Mitspielern sammeln können?

B. H.: Trainer Timo Böttjer bringt viel höherklassige Erfahrung mit und auch das Niveau der Spieler ist sehr gut, soweit ich das jetzt schon beurteilen kann. Ich habe den Eindruck, dass die Neckarsulmer Sport-Union zu recht so weit vorne in der Tabelle steht.

Auf welcher Position oder Positionen bist Du einsetzbar?

B. H.: Ich bin Offensivspieler und spiele am liebsten als Stürmer in der Spitze.


Ich hoffe, wir treten Dir nicht zu nahe, wenn wir Dich als kleinen "Weltenbummler" in Sachen Fußball bezeichnet. Wie sehr hat es Dich als junger Mensch persönlich geprägt, so viele Jahre auf Dich alleingestellt in der großen Fußballwelt unterwegs gewesen zu sein?

B. H.: Es ist schon ein großer Schritt, als junger Spieler ins Ausland zu gehen. Als Ausländer hast Du einen erheblich größeren Druck und die Konkurrenzsituation ist auch höher. Du musst lernen, multikulturell zu denken, Dich auf das entsprechende Land, seine Kultur und Sprache einzustellen. Aber es hat mir sehr viel Spaß bereitet im Ausland zu spielen und hat mich als Mensch geprägt und auch weitergebracht.


Was war bislang die schönste Station in Deiner Karriere?

B. H.: Irgendwie hatte jede Auslands-Station seine schönen Seiten. Zypern ist eine wunderbare Insel mit schönem Wetter und tollen Stränden. Litauen zählte früher zum sogenannten Ostblock, dort waren die Lebenshaltungskosten sehr günstig, es ging lockerer zu als im Westen und es gab viele schöne Frauen (lacht). Insgesamt hatte jeder Club im Ausland seinen Reiz.


Letzte Frage, Badr, was sind Deine Ziele hier in Neckarsulm?

B. H.: Wenn man schon so weit vorne steht, dann wäre es natürlich toll, wenn wir so lange wie möglich um den Aufstieg spielen würden. Ich hoffe, dass ich unserem Team dabei helfen kann. Es wäre natürlich traumhaft, wenn wir am Ende der Saison zumindest den Relegationsplatz erreichen könnten.


Danke Badr für dieses Interview und eine erfolgreiche Zeit bei uns in Neckarsulm.