02.08.18 - Am Sonntag 1. WFV-Pokalrunde beim TSV Hessental
 

Am kommenden Sonntag steht das erste Pflichtspiel für unser Oberliga-Team auf dem Terminkalender. In der ersten Runde des WFV-Pokals tritt die NSU beim Hohenloher Bezirksligisten TSV Hessental an.
Die NSU und der WFV-Pokal – das war bis 2013 eine Erfolgsgeschichte, die uns bis ins Finale führte. Danach allerdings mussten regelmäßig in den ersten Runden die Segel gestrichen werden. Bestes Ergebnis war im Jahr 2015 das Erreichen des Achtelfinales, wo jedoch gegen den FV Ravensburg Endstation war. Dieses Jahr nimmt die Elf von Marcel Busch einen neuen Anlauf auf den württembergischen „Pott“ und im Vorfeld der Begegnung haben wir uns mit dem Neckarsulmer Chefcoach unterhalten.

 
 

Marcel, wie verlief allgemein die Vorbereitung bislang aus Deiner Sicht bisher?

M. B.: Grundsätzlich ganz zufriedenstellend. Ich bewerte das aber nicht über. In der Vorbereitung geht es oft recht harmonisch zu, weil der ganz große Druck eines Punktspieles fehlt und alle Spieler des Kaders zu Einsatzzeiten kommen. Was die Testspiele angeht haben wir gegen Astoria Walldorf ganz gut gespielt, aber in der Partie gegen Calcio Leinfelden hat man gesehen, woran wir definitiv noch arbeiten müssen. Insgesamt war ein recht guter Zug im Training so dass ich das Gefühl habe, dass wir auf einem ganz guten Weg sind.

 

Was hat Dir denn in den letzten vier Wochen ganz gut gefallen und wo siehst Du noch Verbesserungspotential?

M. B.: Sicherlich haben wir noch eine Menge an Arbeit vor uns. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen ist es unser Ziel, die richtige Balance zwischen ansehnlichem Offensivfußball sowie kompaktem Defensivverhalten zu schaffen. Hier gilt es viele kleine Puzzleteile zusammenzusetzen und zu einem funktionierenden Ganzen zu kreieren.

 

Hat Dir die Hitze denn in punkto Trainings-Intensität einen Strich durch die Rechnung gemacht?

M. B.: Vielleicht vereinzelt, aber es war nicht so, dass ich alles über den Haufen geschmissen habe. Natürlich gab es aufgrund der tropischen Temperaturen Trainingseinheiten, bei denen man ein wenig zurückgesteckt hat. Ich habe daher absolut den Eindruck, dass wir seit Vorbereitungsstart hart und konzentriert gearbeitet haben.

 

Wie bist Du allgemein mit den Neuzugängen zufrieden?

M. B.: Gefühlt bin ich da zu 100% zufrieden und habe den Eindruck, dass sich jeder Einzelne komplett angenommen fühlt. Wobei ich in punkto Integration auch nichts anderes erwartet habe, da ich unsere Bestandsspieler gut kenne und mir klar war, dass wir eine gute Willkommenskultur haben. Alle Neuzugänge bringen sich sehr gut ein, von daher passt da alles.

Es ist bekanntlich Deine erste Vorbereitung als Chef-Trainer. Welche Erfahrungen hast Du dabei bisher gesammelt?

M. B.: Wie Du bereits erwähnt hast, ist es meine erste Vorbereitung als hauptverantwortlicher Trainer, so dass mir natürlich etwas die Erfahrungswerte fehlen. Das fängt schon im Training an, welche Übung Du machst zu einem besonderen taktischen Inhalt. Zudem ist immer die Frage, wie sehr die Übungen zu dosieren sind, um die richtige Belastung für die Jungs zu finden. Da ist es natürlich von Vorteil, zwei solch erfahrene Co-Trainer wie Thorsten und Aydin an meiner Seite zu haben, von denen ich sehr profitiere. Zudem lege ich Wert darauf, mich gut auf Ansprachen, bzw. Besprechungen vorzubereiten, damit diese inhaltlich auch Substanz haben. Zusammengefasst kann ich sagen dass mir die neue Aufgabe sehr viel Spaß bereitet.

 

Am Sonntag steht das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Im Pokal treten wir beim Hohenloher Bezirksligisten TSV Hessental an. Was erwartest Du dabei von Deiner Truppe?

M. B.: Natürlich möchten wir gegen den TSV Hessental die zweite Pokalrunde erreichen. Allerdings ist es klar, dass die Begegnung für den TSV ein Highlight darstelle und er wird sicher alles in dieses Spiel reinhauen. Ohne dies an einer Anzahl von Toren festzumachen erwarte ich daher von meiner Mannschaft einen seriösen Auftritt, mit guter Kompaktheit nach hinten und zielgerichtetem Offensivspiel nach vorne. Wenn uns das gelingt, werden wir die zweite Runde erreichen, wenn nicht, könnte es Probleme geben.

 

Welche Priorität besitzt der WFV-Pokal allgemein für Dich?

M. B.: Auf der einen Seite ist es ein Wettbewerb, bei dem Du die Chance auf einen Titel sowie den Einzug in den DFB-Pokal hast. Frag mal die letztjährigen Ilshofener Maxi Gebert oder Daniel Schmelzle, wie genial so eine erfolgreiche WFV-Pokalrunde sein kann. Auf der anderen Seite sind mit Sonnenhof Großaspach oder Aalen Mannschaften aus der 3. Liga dabei, gegen die es extrem schwer wird zu gewinnen. Auch wenn unser Fokus auf die Punktrunde liegt, möchte ich dennoch auch im Pokal möglichst weit kommen.

 

Wird denn am Sonntag die Truppe spielen, die auch eine Woche später zum Oberliga-Start gegen Oberachern die Startelf bilden wird?

M. B.: Das kann ich noch nicht mit letzter Sicherheit sagen. Klar ist aber, dass die elf Spieler, die am Sonntag in Hessental auflaufen werden, definitiv mit einem Sieg vom Platz gehen sollen.