04.05.13 - So hat die Presse das Pokalfinale NSU gegen Heidenheim gesehen
 
Heidenheimer Zeitung vom 08.05.13


Trotz Sieg unzufrieden: Stimmen zum Titelhattrick

Mit 3:1 gewann der 1. FC Heidenheim im Endspiel des WFV-Pokals letztlich verdient gegen den Landesligisten Neckarsulmer Sport-Union. Trotz des deutlichen Ergebnisses waren die FCH'ler insbesondere mit der Art und Weise nicht zufrieden. Hier die Stimmen zum Spiel:

Ein 3:1-Erfolg im WFV-Pokalfinale in Großaspach. Was auf dem Papier deutlich aussieht, entpuppte sich aber als harte Arbeit. Die Heidenheimer brauchten viel Geduld, bis in der 37. Minute der Führungstreffer durch Marc Schnatterer fiel, der im Anschluss an die Partie - genau wie im Vorjahr - von den anwesenden Sportjournalisten zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Trainer Frank Schmidt widersprach nicht: „Natürlich steht am Ende der Sieg, aber die Art und Weise, wie wir ihn geholt haben, hat mir nicht gefallen.“ Auch die vielen personellen Umstellungen im Vergleich zum Ligabetrieb wollte Schmidt als Ausrede nicht gelten lassen. „Es kann nicht sein, dass wir uns in der Offensive immer auf dieselben Spieler verlassen müssen“, so Schmidt weiter.

Für das Spiel in Saarbrücken am kommenden Samstag erwartet der Trainer eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft. Ein dreifacher Punktgewinn gegen den derzeitigen Tabellenzehnten der dritten Liga wird notwendig sein, um die Chancen auf den Zweitliga-Aufstieg nicht einzubüßen.

Dessen ist sich auch Florian Krebs bewusst, der im Finale 90 Minuten durchspielte, die erste Hälfte im defensiven Mittelfeld, im zweiten Spielabschnitt als Innenverteidiger: „Das war mehr Krampf als schöner Fußball. Wir sind erstmal glücklich, den Pokal zum dritten Mal in Folge gewonnen zu haben, müssen uns aber gegen Saarbrücken deutlich besser präsentieren. Sonst geht das nach hinten los.“

Der etatmäßige Torhüter Erol Sabanov wird im Saarland am Samstag nicht zur Verfügung stehen. Eine Kernspin-Untersuchung ergab, dass sich der Routinier beim Spiel gegen Dortmund II einen leichten Muskelfaserriss zugezogen hatte. Bei gutem Heilungsverlauf hofft er, im letzten Heimspiel gegen Offenbach wieder zur Verfügung zu stehen.

Guter Dinge ist hingegen wieder Patrick Mayer. Der Torjäger verfolgte das gestrige Pokalfinale auf Krücken gestützt. Bei einem operativen Eingriff am Knie wurde eine Sehne genäht – und damit sollten hoffentlich die chronischen Beschwerden bald Vergangenheit sein.



Südwestpresse vom 08.05.13

Stimmen zum Spiel

Timo Böttjer, Trainer Neckarsulmer Sport-Union: Der Sieg für Heidenheim ist absolut verdient. Da hat man schon einen Klassenunterschied gesehen, vor allem körperlich und beim Tempo. Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten achtsam gewehrt.

Timo Böttjer, Trainer Neckarsulmer Sport-Union: Der Sieg für Heidenheim ist absolut verdient. Da hat man schon einen Klassenunterschied gesehen, vor allem körperlich und beim Tempo. Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten achtsam gewehrt. In der ersten Halbzeit hatten wir einige Male Glück, dass wir noch einen Kopf oder einen Fuß an den Ball gekriegt haben. Das 0:2 war unglücklich. Wir haben eine ansprechende Leistung abgeliefert, und das war wichtig. In der Liga brauchen wir noch zwei Siege zur Meisterschaft.

Marc Schnatterer, Kapitän des 1. FC Heidenheim: Wir wollten den Pokal unbedingt zum dritten Mal holen, damit wir ihn mit nach Hause nehmen können. In der Liga wollen wir unsere letzte Chance wahren und die beiden restlichen Spiele gewinnen.

Jörn Pribyl, Neckarsulmer Spieler: Das war ein gutes Erlebnis für den Verein und uns Spieler. In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv und zu defensiv und haben zu wenig riskiert. Im DFB-Pokal wünschen wir uns das ganz große Los.

Michael Thurk, Heidenheimer Spieler: Wir haben defensiv wenig zugelassen und ganz gut nach vorne gespielt. Neckarsulm hat sich das schöne Tor verdient.



Südwestpresse vom 08.05.13

1. FC Heidenheim gewinnt im Fußball-Pokalfinale gegen Neckarsulm 3:1

Der 1. FC Heidenheim hat zum dritten Mal in Folge den Bitburger-WFV-Pokal gewonnen. Im Finale besiegte der Drittligist vor 1500 Zuschauern in der Comtech-Arena in Aspach den Landesliga-Tabellenführer Neckarsulmer Sport-Union mit 3:1.

Marc Schnatterer war einmal mehr der entscheidende Mann beim 1. FC Heidenheim. Der Bönnigheimer erzielte im Pokalfinale gegen die Neckarsulmer Sport-Union das 1:0 (36.) und bereitete das 3:0 genial vor. Der hochverdiente Pokalsieg könnte den Heidenheimern Auftrieb geben für die beiden restlichen Spiele in der Dritten Liga. Mit zwei Siegen wäre das Erreichen zumindest der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga durchaus realistisch.

Der Heidenheimer Kapitän Schnatterer sorgte in der 36. Minute nach einem schnellen Antritt und feinem Doppelpass mit Marco Sailer mit einem Schuss ins lange Eck für die überfällige 1:0-Führung des Favoriten. Bis dahin hatten sich die Neckarsulmer in der Defensive geschickt angestellt und dabei einige Male Glück gehabt. Immerhin hielten sie über eine halbe Stunde ein zu Null. Pech für den designierten Landesliga-Meister war, dass Oliver Köhler in der 69. Minute nach einer Flanke von Dennis Malura unbedrängt ein Eigentor zum 2:0 für den Drittligisten unterlief. Das 3:0 bereitete Schnatterer zuerst mit einem Pass auf Bastian Heidenfelder und dann mit einem Zuspiel per Hacke auf den Torschützen Florian Niederlechner gleich doppelt vor (74.)

Danach drosselte der Drittligist das Tempo. Ouadie Barini traf per Kopfballl nach einer Flanke von Engin Olgun zum 1:3. Olgun hatte auch noch eine dicke Chance für den Außenseiter, der sich gut verkauft hat und auf einen attraktiven Gegner im DFB-Pokal hoffen darf.



Heidenheimer Zeitung vom 08.05.13

WFV-Pokal - der FCH holt ihn zum dritten Mal

Der 1. FC Heidenheim hat zum dritten Mal hintereinander den WFV-Pokal gewonnen. Vor 1500 Zuschauern in Großaspach gewann der FCH am Dienstagabend mit 3:1 gegen Landesligist Neckarsulmer Sportunion, konnte dabei aber spielerisch kaum überzeugen.

Schnatterer und Niederlechner waren die Heidenheimer Torschützen, der Neckarsulmer Rechtsverteidiger Köhler steuerte ein Eigentor zum FCH-Sieg bei. Der Außenseiter konnte in der 76. Minute durch ein Kopfballtor noch zum 3;1 verkürzen.
„Pokalmatador“ stand auf den T-Shirts, die sich die Heidenheimer Spieler nach dem Abpfiff überstreiften. Nach dem dritten Pokalsieg in Serie geht der Cup nun endgültig in Heidenheimer Besitz über. Zudem wird der FCH in der kommenden Saison am DFB-Pokalwettbewerb teilnehmen.

Der Pokal-Hattrick war allerdings nicht unbedingt das Produkt eines spielerischen Glanzstücks. Gegen den erwartet defensiv agierenden Kontrahenten fanden die Heidenheimer lange Zeit kein probates Mittel, um vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach zehn Minuten hatte „Toni“ Sailer noch Pech, als er nach einer Flanke von Schnatterer den Pfosten traf. Abermals Sailer und Marcel Titsch-Rivero hatten weitere Möglichkeiten. Aber erst in der 36. Minute war es Schnatterer, der nach Doppelpass mit Sailer für die Führung sorgte, die dann bis zur Halbzeit Bestand hatte.

Neckarsulm nach der Pause noch deutlicher unter Druck

Die wacker verteidigenden Neckarsulmer sahen sich nach der Pause noch deutlicher unter Druck gesetzt. Trainer Frank Schmidt brachte mit Strauß und Malura zwei frische Kräfte, die dem Angriffsspiel mehr Schwung gaben, doch an Ideen vor dem gegnerischen Tor fehlte es den Heidenheimern weiterhin. Der FCH war nun die klar tonangebende Mannschaft, fand aber lange Zeit keine Lücke in der dichtgestaffeten Abwehr des Außenseiters. So war es ein bisschen bezeichnend, dass ein Eigentor herhalten musste, um den zweiten Treffer zu ermöglichen. Nach einer Flanke von Malura beorderte der Neckarsulmer Köhler den Ball ins eigene Tor (69.).

Nur fünf Minuten später markierte dann der eingewechselte Florian Niederlechner den dritten FCH-Treffer – und mancher Zuschauer erwartete nun das klare Ergebnis zugunsten des Drittligisten. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen nach dem 3:0 kam der Tabellenführer der Landesliga, Staffel 1, erstmals in der zweiten Halbzeit vor das Tor von Rouven Sattelmaier – und hatte auf Anhieb Erfolg. Einen Konter schloss der eingewechselte Barini mit dem Anschlusstreffer ab. Und wenige Minuten später gelang es den Neckarsulmern erneut, gefährlich vor dem FCH-Tor auftauchen, was Frank Schmidt gar nicht gefiel. „Seid ihr wahnsinnig?“ rüttelte er seine Mannschaft wach. Niederlechner hatte in der 90. Minute noch die Chance, auf 4:1 zu erhöhen, blieb aber im Abschluss erfolglos.

Sabanov hat einen leichten Muskelfaserriss

Am Ende durften die FCH-Fußballer mit ihren Fans noch kräftig feiern. Nach dem Pflichtsieg im WFV-Pokal steht am Samstag das richtungsweisende Drittliga-Auswärtsspiel in Saarbrücken auf dem Plan. Der etatmäßige Torhüter Erol Sabanov wird allerdings im Saarland nicht zur Verfügung stehen. Eine Kernspin-Untersuchung ergab, dass sich der Routinier einen leichten Muskelfaseriss zugezogen hatte. Bei gutem Heilungsverlauf hofft er, im letzten Heimspiel gegen Offenbach wieder zur Verfügung zu stehen.

Guter Dinge ist inzwischen auch wieder Patrick Mayer. Der Torjäger verfolgte das Pokalfinale auf Krücken gestützt. Bei einem operativen Eingriff am Knie wurde eine Sehne genäht – und damit sollten hoffentlich die chronischen Beschwerden bald Vergangenheit sein.

FC Heidenheim: Sattelmaier – Scioscia (46. Malura), Göhlert (70, Wittek), Kraus, Feistle – Sirigu, Krebs, Titsch-Rivero (46. Strauß), Schnatterer (79. Müller) – Sailer (64. Niederlechner), Heidenfelder

Neckarsulm: Susser – Köhler, Romano, Schaaf, Mucan (87. Höck) – Oechsner (73. Reinecke), Gerlach, Neupert 76. Grunwald), Pribyl (62. Olgun) – Andic, Elser (46. Barini)

Tore: 1:0 Schnatterer (36.), 2:0 Köhler (69., Eigentor), 3:0 Niederlechner (74.), 3:1 Barini (76,)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Darmsheim)

Gelbe Karte: Müller - Höck

 

Backnanger Kreiszeitung vom 08.05.13

WFV-Pokal geht erneut nach Heidenheim

Drittligist hat beim 3:1-Finalsieg gegen Landesligist Neckarsulm vor 1500 Zuschauern in Aspach aber mehr Mühe als erwartet


Die Sensation ist ausgeblieben. Zu mehr als einem Achtungserfolg reichte es dem Landesligisten Neckarsulmer Sport-Union gestern Abend im WFV-Pokal-Finale gegen den Drittligisten 1. FC Heidenheim nicht. Mit 1:3 unterlag der Außenseiter in der Aspacher Comtech-Arena dem haushohen Favoriten. Aber: Heidenheim hatte mehr Mühe als erwartet.

Von Steffen Grün

Die Rollen waren vor dem Anpfiff für alle Beteiligten unumstritten verteilt. Hier der Drittliga-Fünfte aus Heidenheim, der Favorit. Dort der Siebtliga-Erste aus Neckarsulm, der Sensationsfinalist und Underdog. Aber: Zunächst tat sich der FCH schwer. Es dauerte ein paar Minuten, bis das Team von Trainer Frank Schmidt zu seinem Spiel fand. Ein Pfostenschuss von Marco Sailer (10. Minute) war das Signal für den ersten Zwischenspurt. Heidenheim hatte noch zwei, drei weitere klare Torchancen. So war das 1:0 (36.) durch Marc Schnatterer völlig verdient. So tapfer sich die Neckarsulmer um ihren starken Torwart Marcel Susser auch gewehrt hatten. Der Schütze selbst leitete seinen Treffer ein, spielte Doppelpass mit Sailer und schloss schließlich eiskalt ab.

Auch nach dem Seitenwechsel lieferte der Außenseiter eine couragierte Vorstellung ab, ohne Heidenheim aber so richtig in die Bredouille zu bringen. Für die Vorentscheidung war in der 68. Minute ausgerechnet ein Neckarsulmer zuständig: Nach einer Flanke von Dennis Malura beförderte Oliver Köhler den Ball ins eigene Netz. Fünf Minuten später machte Joker Florian Niederlechner mit dem 3:0 scheinbar alles klar. Scheinbar, weil der Landesligist ganze 180 Sekunden später nochmal ein Lebenszeichen von sich gab: Ouadie Barini köpfte das 1:3, das sich der Außenseiter redlich verdient hatte. Und wer kann wissen, was passiert wäre, wenn Alessandro Reinecke in der 79. Minute das 2:3 erzielt hätte. Er fand aber in Heidenheims Keeper Rouven Sattelmaier seinen Meister. Und so schaukelte der Favorit seinen Sieg nach Hause, holte zum dritten Mal in Folge den WFV-Pokal.

Neckarsulmer Sport-Union: Susser – Köhler, Romano, Schaaf, Mucan (87. Höck) – Pribyl (61. Olgun), Gerlach, Neupert (71. Grunwald), Oechsner (71. Reinecke) – Andic, Elser (46. Barini). – 1. FC Heidenheim: Sattelmaier – Scioscia (46. Malura), Göhlert (70. Wittek), Kraus, Feistle – Sirigu, Krebs, Titsch-Riveiro (46. Strauß), Schnatterer (78. Müller) – Sailer (63. Niederlechner), Heidenfelder. – Tore: 0:1 (36.) Schnatterer, 0:2 (68., Eigentor) Köhler, 0:3 (73.) Niederlechner, 1:3 (76.) Barini. – Schiedsrichterin: Baitinger (Darmsheim). – Zuschauer: 1500.


Stimmen zum Spiel

Marc Schnatterer, Spieler des Spiels, FCH-Kapitän, Schütze des 1:0: „Wir schauen, dass wir die restlichen zwei Saisonspiele gewinnen, um in der Tabelle noch nach vorne zu kommen. Für uns und für Neckarsulm. Ob es klappt, kann ich den Jungs natürlich nicht versprechen. Aber wir werden alles versuchen. Denn ein Landesligist, der ins Finale kommt, hat es verdient, im DFB-Pokal zu spielen.“

Timo Böttjer, Neckarsulms Trainer: „Unser großes Ziel war es, ein achtbarer Finalgegner zu sein. Das haben wir geschafft. Wenn das 0:2 nicht fällt, dann... „

Rüdiger Rehm, Trainer des Regionalligisten Großaspach: „Im Grund genommen war’s eine klare Sache. Wenn Neckarsulm aber das zweite Tor schießt, dann wird’s richtig lustig. Dann wackelt Heidenheim.“


Hintergrund

Ab sofort ist Landesligist Neckarsulm ein großer Fan des gestrigen Rivalen. Denn: Belegt Heidenheim in der Dritten Liga einen der ersten vier Plätze, darf der Verlierer des Endspiels im Sommer im DFB-Pokal ran. So wie Regionalligist Großaspach zu Beginn dieser Saison. Auch die SG Sonnenhof hatte vergangene Runde das Pokalfinale gegen Heidenheim verloren. Weil der FCH aber Vierter in Liga drei wurde, durfte Aspach als WFV-Vertreter ran. Neckarsulm hat aber nicht nur die Chance, dass Heidenheim noch den Sprung von Platz fünf auf vier oder drei schafft. Die Unterländer hoffen, dass der DFB bei seinem Urteil bleibt und Zweitligist Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal ausschließt. Denn dann ist möglich, dass auch der Fünfte der Dritten Liga als Ersatz für Dresden mitspielen darf. Und schlechter als Fünfter kann Heidenheim nicht mehr werden.



Homepage des Württembergischen Fußballverbandes vom 08.05.13


Glückwunsch Heidenheim zum "Pokal-Triple"!

Durch ein verdientes 3:1 gegen den Landesligisten Neckarsulmer Sport-Union gewinnt der 1. FC Heidenheim den Bitburger-wfv-Verbandspokal 2013. Damit macht der FCH das Triple perfekt und darf sich nach drei aufeinander folgenden Pokalsiegen den Pott in die Vitrine stellen.

Rund 1.700 Zuschauer sahen in der Aspacher comtech Arena einen tapfer kämpfenden Landesligisten aus Neckarsulm mit einem Klasse-Schlussmann Marcel Susser. Bis zur 37. Spielminute gelang es den Neckarsulmern mit Glück und Geschick, das 0:0 zu halten. Dann war es der Heidenheimer Kapitän Marc Schnatterer, der nach einem Doppelpass mit Marco "Toni" Sailer den Ball überlegt zum verdienten 1:0 ins lange Eck schob. Auch nach der Pause war zwischen den Finalisten kein Vier-Klassen-Unterschied festzustellen. Und so musste das Toreschießen der NSU-Spieler Oliver Köhler übernehmen, der in der 69. Spielminute einen Heidenheimer Eckball unglücklich ins eigene Tor bugsierte. Das Spiel war damit entschieden. Florian Niderlechner erzielte in der 74. Spielminute das 3:0. Zwei Minuten später gelang dem eingewechselten Qualdie Barini immerhin der Ehrentreffer für die Neckarsulmer Sport-Union, die sich teuer verkaufte.

Mit dem Sieg im Bitburger-wfv-Pokal steht der 1. FC Heidenheim sicher in der ersten Runde des DFB-Pokals 2013/14 und darf sich auf ein attraktives Heimspiel gegen einen Bundesligisten freuen. Beim FCH dachte man jedoch auch an den unterlegenen Finalgegner. "Wir versprechen Euch, dass wir in den letzten beiden Ligaspielen alles geben werden. Wenn eine Mannschaft so kämpft und spielt wie Ihr, dann sollte sie auch im DFB-Pokal zeigen dürfen, was sie kann", so FCH-Trainer Frank Schmidt nach dem Spiel. Diese Vision könnte Realität werden, wenn der 1. FC Heidenheim in der Abschlusstabelle der 3. Liga einen der ersten vier Tabellenränge belegt. Dann wäre der Pokalsieger automatisch qualifiziert und auch Neckarsulm würde im DFB-Pokal antreten!

Wir würden uns sehr darüber freuen und wünschen dem FCH viel Erfolg!



Heilbronner Stimme vom 08.05.13

Neckarsulmer Sport-Union verpasst die Sensation

Fußball - Eine Stunde vor Spielbeginn hatte Klaus-Dieter zur Linden die Nähe zum WFV-Pokal gesucht. Ein Erinnerungsfoto musste für den Abteilungsleiter der Neckarsulmer Sport-Union her. „Das bringt Glück“, sagte er. Als knapp drei Stunden später die Heidenheimer den Pokal zum dritten Mal in Folge die Trophäe in den Aspacher Nachthimmel reckten, blieb dem krassen Außenseiter aus Neckarsulm nur die Zuschauerrolle.

Sie durften sich trotzdem ein bisschen wie Sieger fühlen, die Neckarsulmer. Sie hatten sich schließlich gestern Abend beim 1:3 mehr als nur achtbar aus der Affäre gezogen. „Das war einfach eine geile Pokalrunde“, sagte NSU-Trainer Timo Böttjer, um dessen Hals die Medaille für Platz zwei baumelte. Sie waren lächelnde Verlierer. Sportdirektor Marco Merz hielt den Trostpreis in Händen: ein zweitägiges Trainingslager in der Sportschule Ruit.

Neckarsulm stand von Beginn an tief und versuchte es mit schnellen Überraschungsangriffen. Der Favorit aus Heidenheim hatte die besseren Chancen: Marco Sailer traf nach neun Minuten den linken Pfosten des NSU-Tores, zwei Minuten später köpfte Marcel Oechsner eine Sailer-Bogenlampe von der Torlinie. Der Siebtligist versteckte sich jedoch nicht.

Von einem Vier-Klassen-Unterschied war nichts zu sehen

„Wir wollen hier mit Stolz und Ehre vom Platz gehen“, hatte NSU-Sportdirektor Marco Merz im Vorfeld angekündigt. Und genau so kam es auch. Von einem Vier-Klassen-Unterschied war überhaupt nichts zu sehen. Bestes Anzeichen dafür: der an der Seitenlinie grantelnde Heidenheimer Trainer Frank Schmidt. Er schonte gestern Abend einige seiner Stammakteure. Schließlich geht es für den FCH als Tabellenfünfter noch um den Zweitligaaufstieg.

„Tief stehen“, rief Neckarsulms Trainer Timo Böttjer immer wieder seinen Mannen zu, wenn sie bei all der Finaleuphorie drohten, die Defensiv-Disziplin zu vergessen. Und als die Neckarsulmer nach 36 Minuten zum ersten Mal in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug waren, nutzte das Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer nach einem Doppelpass mit dem Hohenloher Marco Sailer zur 1:0-Führung für Heidenheim.

Im zweiten Durchgang kontrollierte der Favorit das Spielgeschehen. Fast immer war NSU-Torwart Marcel Susser zur Stelle. So musste ein Eigentor von Neckarsulms Oliver Köhler her, um für das Heidenheimer 2:0 und die Vorentscheidung zu sorgen.

Fünf Minuten später brauchte der eingewechselte Florian Niederlechner nur noch Abstauben und es stand 3:0 für den Favoriten. Und Neckarsulm? Der Underdog kämpfte aufopferungsvoll weiter und belohnte sich mit dem Ehrentreffer zum 1:3. Ouadie Barini köpfte nach 76 Minuten ein – und die rund 600 Neckarsulmer unter den 1500 Zuschauern jubelten. Heidenheim wurde nun in der Defensive leichtsinnig: „Seid ihr denn wahnsinnig?“, brüllte Frank Schmidt. Auch das kann man als Kompliment für den Außenseiter sehen. So wie diese Worte hier: „Die Neckarsulmer haben es uns ganz schön schwer gemacht“, sagte Heidenheims Stürmer Michael Thurk auf der Tribüne.
Was bleibt? Eine unvergessliche Pokalsaison. Was folgt? Vielleicht eine weitere mit DFB-Pokalspielen. Das liegt nun an Heidenheim, das am Saisonende Vierter werden muss, damit auch Neckarsulm dabei sein darf. Wir werden uns anstrengend, weil ihr es einfach verdient habt“, sagte Marc Schnatterer. Wie nett.

Neckarsulm: Susser, Mucan (87. Höck), Neupert (79. Grunwald), Schaaf, Gerlach, Oechsner (71. Reinecke), Romano, Pribyl (62. Olgun), Elser (46. Barini), Köhler, Andic

Heidenheim: Sattelmaier, Feistler, Kraus, Schnatterer (79. Müller), Sirigu, Scioscia (46. Malura), Krebs, Göhlert (70. Wittek), Heidenfelder, Titsch Rivero (46. Strauß), Sailer (64. Niederlechner)

Tore: 0:1 (36.) Schnatterer., 0:2 (69.) Köhler (Eigentor) 0:3 (74.) Niederlechner, 1:3 (76.) Barini

Schiedsrichterin: Christine Baitinger

Zuschauer: 1500


Homepage 1. FC Heidenheim vom 08.05.13

Der FCH schlägt die Neckarsulmer Sport-Union mit 3:1 (1:0) und ist damit für den DFB-Pokal qualifiziert

Historisch und einmalig, das ist bislang noch keinem gelungen. Als erster Verein überhaupt in der Geschichte holt sich der 1. FC Heidenheim 1846 den Pokal des Württembergischen Fußballverbandes (wfv), nach 2011 und 2012, zum dritten Mal in Folge. Der Premieren-Erfolg war 2008 gelungen. Damit ist das Team von Cheftrainer Frank Schmidt in der kommenden Saison auch automatisch für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

Vor 1500 Zuschauern, darunter gut 600 Heidenheimer Anhängern, besorgten Kapitän Marc Schnatterer (36.) und Florian Niederlechner (74.) die Treffer an diesem denkwürdigen Fußball-Abend in der Großaspacher comtech-Arena. Hinzu kam ein Eigentor von Oliver Köhler (69.). Dem Neckarsulmer Ouadie Barini (76.) gelang nur noch der Anschluss zum 3:1-Endstand.

Cheftrainer Frank Schmidt veränderte seine Starformation im Vergleich zum Spiel gegen den BVB II am vergangenen Samstag gleich auf mehreren Positionen. FCH-Keeper Rouven Sattelmaier vertrat Erol Sabanov (Muskelfaserriss) zwischen den Pfosten. Sandro Sirigu und Maurizio Scioscia rückten auf der rechten Seite neu ins Team, Florian Krebs bildete zusammen mit Marcel Titsch-Rivero die Doppel-Sechs und im Sturm begannen Basti "Bomber" Heidenfelder und Marco "Toni" Sailer. Bis auf Alper Bagceci (fehlte krankheitsbedingt) und Felix Körber (trainierte mit der zweiten Mannschaft) war der gesamte Kader mit dem Bus nach Großaspach gereist. Darunter auch die aktuellen Verletzten Andy Spann, Chris Sauter, Paddy Mayer und Michael Deutsche.

Beide Mannschaften brauchten die Anfangsphase, um sich zunächst zu sortieren, sodass die Partie unspektakulär startete. Erstmals gefährlich vor dem Gehäuse der Sport-Union wurde es nach rund zehn absolvierten Minuten: Einem Doppelpass zwischen Sandro Sirigu und Marcel Titsch-Rivero folgte ein Flachschuss von Marco "Toni" Sailer, der an an den linken Pfosten prallte! Kapitän Marc Schnatterer flankte den zweiten Ball sofort auf Titsch-Rivero, der es vergeblich noch mit dem Kopf probierte. Diese Szene schien das Startsignal für das erwartet einseitige Spiel auf ein Tor zu sein. Nur wenige Sekunden später versuchte es erneut Sailer (12.), diesmal per Direktabnahme aus gut zehn Metern, doch Christian Schaaf klärte spektakulär auf der Linie für die Unterländer.

Der Kasten von Neckarsulms Keeper Marcel Susser stand fortan unter Dauerbeschuss. Doch der Tabellenführer der Landesligia 1 wehrte sich aufopferungsvoll und nach Kräften gegen den drohenden FCH-Führungstreffer. Innenverteidiger Tim Göhlert (16.) und einmal mehr Marc Schnatterer (22.) - nachdem Titsch-Rivero abgelegt hatte - scheiterten zunächst noch aus der Distanz. Die Sport-Union verriegelte gekonnt den eigenen Sechzehner und verbarrikadierte sich mit allen Mann rund 30 Meter vor dem eigenen Kasten. Doch noch vor der Pause gelang der erlösende Treffer zum hochverdienten 1:0: Dabei spielte Schnatterer (36.) zunächst gekonnt Doppelpass mit Sailer, um dann im Strafraum alle hinterher eilenden Neckarsulmer abzuschütteln und das Leder ins lange Ecke einzuschieben.

In der Pause nahm Trainer Frank Schmidt erste Wechsel an seiner Elf vor. Robert Strauß und Dennis Malura ersetzten Marcel Titsch-Rivero und Maurizio Scioscia. Das Spiel kannte gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs unverändert nur eine Richtung: Auf das Tor der Neckarsulmer Sport-Union. Schlussmann Marcel Susser hatte nun fast im Minutentakt Schwestarbet zu erledigen, war jedoch stets zur Stelle. Vor allem gegen Marc Schnatterer (58., 67.) verhinderten er und seine Vorderleute im letzten Moment Zählbares für den FCH. So erzwangen die Rot-Blau-Weißen das Glück schließlich, als der Neckarsulmer Oliver Köhler (69.) eine Malura-Flanke von rechts zum 2:0 in die eigenen Maschen drosch. Kurz darauf markierte der eingewechselte Florian Niederlechner (74.), nach Vorarbeit von Basti Heidenfelder und Marc Schnatterer, aus kurzer Distanz noch den Drei-Tore-Abstand.

Die Sport-Union zeigte aber, warum sie verdient im Finale stand und steckte bis zum Schluss keineswegs auf. Im Gegenteil: Das Team von Coach Timo Böttjer versuchte in der Schlussphase nochmals Konter zu fahren - mit Erfolg. Ouadie Barini (76.) konnte so noch auf 3:1 verkürzen und sorgte für ein achtbares Ergebnis für den Landesligisten. Dennoch durfte sich der FCH im Anschluss zu Recht als hochverdienter wfv-Pokalsieger in der comtech-Arena ausgiebig feiern lassen. 2011, 2012 und 2013 ging der Pokal jetzt auf den Schlossberg und müsste damit eigentlich für immer in Heidenheim bleiben dürfen. Wobei der wfv sich diesbezüglich derzeit noch bedeckt hält. Fest steht: Zurückgebracht wird der Pokal auf jeden Fall nicht mehr!


Statistik zum Spiel

Sport-Union: Susser - Köhler, Romano, Schaaf, Mucan (87. Höck) - Pribyl (62. Olgun), Gerlach, Neupert (76. Grunwald) , Oechsner (71. Reinecke) - Elser (46. Barini), Andic

FCH: Sattelmaier - Sirigu, Göhlert (70. Wittek), Kraus, Feistle - Scioscia (46. Malura), Krebs, Titsch-Rivero (46. Strauß) , Schnatterer (79. Müller) - Sailer (64. Niederlechner), Heidenfelder

Tore: 0:1 Schnatterer (36.), 0:2 Köhler (69. Eigentor), 0:3 Niederlechner (74.), 1:3 Barini (76.)

Gelbe Karte: Höck

Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Magstadt)

Zuschauer:1500