31.08.18 - Vor dem Gastspiel in Gmünd: Interview mit Marcel Busch
 

Weiter geht´s! Unser Oberliga-Team hat aktuell kaum Zeit zum Verschnaufen, innerhalb von 20 Tagen stehen gleich sechs Partien auf dem Spielplan. Nach der famosen, wenngleich unbelohnten, Leistung am Mittwoch im Pokal gegen Drittligist Sonnenhof Großaspach geht es am kommenden Samstag wieder um Punkte in der Oberliga. Die Sport-Union geht dabei auf Reisen und tritt im altehrwürdigen Jahnstadion des 1. FC Normannia Gmünd an (Anpfiff: 14 Uhr) . Wir haben vor dieser wichtigen Begegnung mit NSU-Coach Marcel Busch gesprochen:

 
 

Marcel, zwei Tage danach, wie analysierst Du das dramatische Pokalspiel gegen den Sonnenhof?

M. B.: Ich finde natürlich schon, dass Sonnenhof Großaspach am Mittwoch verdient gewonnen hat. Uns war klar, dass wir nur weiterkommen können, wenn wir das Spielglück auf unserer Seite haben. Und das war unter anderem mit den zahlreichen Aluminium-Treffern eigentlich auch der Fall. Hinzu kam aber von unserer Seite auch eine extrem kräfteraubende, laufintensive und leidenschaftliche Leistung, so dass ich es für meine Jungs einfach brutal schade finde, dass sie dafür nicht mit dem Weiterkommen belohnt wurden. Aus meiner Sicht waren wir 50 bis 80 Minuten absolut gleichwertig mit dem Drittligisten, konnten in dieser Phase aber leider nicht den Treffer zum 3:1 erzielen und versäumten es somit, den Deckel auf das Spiel machen. Letztendlich muss man der SG Sonnenhof dann zum Weiterkommen gratulieren, auch wenn ich es nach wie vor schade finde, dass nicht wir am Ende als Sieger vom Platz gegangen sind. Ich hätte es meinen Jungs so sehr gewünscht.

 

War es denn aus Deiner Sicht ein Elfmeter?

M. B.: Ehrlich gesagt kann ich das null beurteilen. Marco Romano hat gesagt, er hätte seinen Gegenspieler nicht berührt und es sei kein Elfmeter gewesen. Der Linienrichter meinte, es habe ein Ziehen oder Zerren am Oberkörper vorgelegen. Abgesehen davon würde ich mir aber gerne in punkto Defensivverhalten noch einmal die Entstehung davor anschauen.

 

Gibt es denn auch positive Ding, die Du vom Mittwoch mitnimmst?

M. B.: Vorweg von einer Wiedergutmachung für das Bahlingen-Spiel spreche ich nicht. Das sind zwei komplett verschiedene Wettbewerbe mit unterschiedlichen Konstellationen. Positiv mitnehmen können wir dennoch definitiv, dass, wenn wir viel in ein Spiel investieren und gemeinsam verteidigen, es dann auch spielerisch bei uns läuft. Wir haben gegen Sonnenhof ja nicht „Kick and Rush“ gespielt und die Bälle nur nach vorne gedroschen, sondern wir hatten ja auch zahlreiche gute Ballstafetten dabei. Das Spiel hat uns klar gezeigt: Wenn jeder Einzelne sich derart intensiv ins Spiel einbringt, dann zahlt sich das positiv aus. Auch wenn uns der ganz große Lohn am Ende leider versagt blieb.



Am Samstag geht es zu Normannia Gmünd. In Anbetracht der Umstände ein extrem schweres Spiel, richtig?

M. B.: Ich möchte gar nicht anfangen über die Belastung vom Mittwoch zu jammern, denn wenn man sich zu viel damit beschäftigt, dann setzt sich das in den Köpfen der Spieler fest. Ich sehe es eher als komplett neues Spiel, das uns die Chance bietet, mit der gleichen Leidenschaft und demselben Feuer wie am Mittwoch im Pokal aufzutreten. Natürlich werden wir bis zum Normannia-Spiel eher regenerativ trainieren, um die Kräfte wieder aufzuladen. Ich hoffe dann, dass meine Jungs am Samstag sagen, dass die Pokal-Begegnung zwar Kraft gekostet hat, aber der Einsatz sich definitiv lohnte. Und deswegen rufen wir dasselbe Pensum gegen Schwäbisch Gmünd gleich wieder ab.

Danke Marcel und viel Erfolg am Samstag