07.03.19 - Am Samstag gegen den Tabellenletzten Friedrichstal
 

Nach Normannia Gmünd vor einer Woche erwarten wir am Samstag mit dem FC Germania Friedrichstal den zweiten Aufsteiger binnen sieben Tage bei uns im Pichterichstadion (Anpfiff: 15:00 Uhr). Die Germania folgt auf die Normannia – zwei Clubs mit den prägnantesten Vereinsnamen der gesamten Oberliga.

 
 

Der Tabellenletzte aus Friedrichstal sorgte am vergangenen Wochenende für einen sportlichen Paukenschlag. Gegen das Spitzenteam des FC 08 Villingen gelang ein beeindruckendes 1:1-Unentschieden. Dies belegt, dass sich die Germanen noch lange nicht aufgegeben haben. Zum anderen werden wir auf einen mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten Kontrahenten treffen, der sicher auch bei uns auf dem Pichterich seine Chance suchen wird.

Die Nordbadener sind ein überaus sympathischer Club, der uns im Hinspiel mit außergewöhnlicher Gastfreundschaft empfangen hat. In Friedrichstal merkte man sofort: Hier brennt jeder für den Verein und den Fußball. Allerdings muss ein Fan der Germania mitunter auch leidensfähig sein. Dann nach der hoch verdienten Meisterschaft in der Verbandsliga Nordbaden im vergangenen Jahr erwies sich die bisherige Oberliga-Saison als sportlich schwierig für den Aufsteiger. Nach achtbarem Saisonstart musste der FC Germania gegen Vorrundenende dann doch den Kontakt zum rettenden Ufer etwas abreißen lassen. Mit aktuell 7 Punkten hat der FC Germania derzeit die rote Laterne des Tabellenletzten inne Doch Vorsicht. Das Wort „Aufgeben“ kommt im Friedrichstaler Wortschatz definitiv nicht vor. Und so lange rechnerisch der Klassenerhalt möglich ist, werden die Friedrichstaler um jeden Grashalm kämpfen, wie der FC Villingen letzte Woche leidvoll erfahren musste.

Dies unterstreicht auch der Trainerwechsel, den man in der Winterpause vollzogen hat. Man verpflichtete mit Dubravko Kolinger einen namhaften Trainer, der das Unmögliche möglich machen soll. Kolinger ist ein früherer Bundesliga-Profi, der zuletzt beim FC Nöttingen auf der Trainerbank saß. Zudem konnte man mit Jerry Asare (19, Saar 05 Saarbrücken) und Argirios Goulas (27, TSG Weinheim) zwei starke Neuzugänge verpflichten. Als Ziel hat man bei unseren Gästen den viertletzten Tabellenplatz ausgerufen, der bei günstigster Konstellation zum Nichtabstieg reichen könnte – und der ist aktuell neun Punkte entfernt.

Besondere Beachtung sollte unser Team dabei auf die beiden besten Torschützen der Germanen legen: Patrick Rödling, seit vielen Jahren für Friedrichstal aktiv, konnte bereits viermal einnetzen, einmal weniger traf Claudio Ritter. Zudem sind die schnellen Außenstürmer der Gäste im Auge zu behalten, die für große Gefahr sorgen können.

Für die Neckarsulmer Fans ist aber dennoch klar, am Samstag sollen gegen unsere NSU keine weiteren Zähler zur Friedrichstaler Mission „Klassenerhalt“ hinzukommen. Bei aller Sympathie, die wir gegenüber der Germania empfinden, auch wir brauchen in unserer aktuellen Lage jeden Punkt, um uns von der Abstiegszone zu entfernen.

Doch ein Selbstläufer wird die Begegnung keineswegs, unser Team muss sich auf jede Menge Friedrichstaler Gegenwehr einrichten. Nichtsdestotrotz sollten die drei Punkte am Samstag möglichst bei uns in Neckarsulm bleiben.