04.09.18 - Am Mittwochabend zu Gast in Friedrichstal
 
(c) Stimme.de vom 04.09.18
 

Trainer und Sportdirektor der Neckarsulmer Sport-Union sind zupackende Typen. Dieser Tage sind beide als Heimwerker im direkten Duell gefordert. Während Trainer Marcel Busch gestern als Vertreter der Neckarsulmer Streich-Union in Bad Schönborn seine heimische Gartenhütte weiß pinselte, konnte Sportdirektor Marco Merz daheim in Ittlingen für die Neckarsulmer Schleif-Union nicht ganz mithalten. Das Gartenhaus ist noch nicht zusammengesetzt. „Ich muss erst die restlichen Bretter abschleifen. Das Duell mit dem Trainer kann ich nicht gewinnen“, witzelte Merz gestern: „Ich habe die Arbeit in den vergangenen Wochen etwas schleifen lassen.“

 
 

Zum Glück gilt das nicht für die Oberliga-Mannschaft der Neckarsulmer. Nach dem Auswärtssieg ist vor dem Auswärtssieg, das soll das Neckarsulmer Motto sein. Nur vier Tage nach dem 3:1 bei Normannia Gmünd wartet auf die Neckarsulmer Fußballer heute Abend (18 Uhr) das nächste Gastspiel bei einem Oberliga-Aufsteiger. Beim FC Germania Friedrichstal, nördlich von Karlsruhe, sollen die Punkte acht, neun und zehn für die Neckarsulmer Sport-Union her.

Die Nordbadener gelten eigentlich als Abstiegskandidat Nummer eins, zogen sich bislang aber achtbar aus der Affäre. Nach vier Spielen stehen schon drei Punkte auf dem Konto. Die Aufstiegsfavoriten Stuttgarter Kickers und SGV Freiberg haben ja bislang auch nur einen Zähler mehr geholt.

Klar ist trotzdem: „Wir haben den Anspruch, dort zu punkten“, sagt Marco Merz. „Natürlich hat Friedrichstal nur das Ziel, drinzubleiben“, sagt Marcel Busch über die Germanen. „Sie spielen ein gutes System und stehen ganz gut.“ Neckarsulm musste zuletzt im Pokal gegen Aspach und in der Liga gegen Gmünd einem Rückstand hinterherrennen. „Wichtig ist deshalb, von Anfang an wach zu sein“, sagt Busch. Für Merz gilt es „mal wieder über 90 Minuten so zu agieren, dass es möglich ist, zu Null zu spielen.“

Marco Romano kehrt nach seiner Rotsperre zurück. Die Langzeitverletzten wie Robin Neupert, Claudio Bellanave und Jesse Weippert fehlen weiterhin. Die gute Nachricht: Weippert wird nach seinem Muskelbündelriss nicht operiert, sondern mit Spritzen behandelt. NSU-Trainer Busch steht angesichts der Belastung der vergangenen Wochen vor der Frage, „bringt man frische Spieler oder nicht?“ Regenerationstraining war zuletzt angesagt, dazu zählte auch der Arbeitseinsatz auf dem Neckarsulmer Ganzhornfest. Die Neckarsulmer Festwoche soll auch eine sportliche werden. Schließlich kommen zum Abschluss der Englischen Wochen die Stuttgarter Kickers am Samstag (15.30 Uhr) auf den Pichterich.