15.02.18 - Marcel Sökler ist der "Lewandowski der Oberliga" -
Sportdirektor Marco Merz blickt anerkennend in Richtung SGV Freiberg
 

Es geht wieder los! Am kommenden Samstag ist die fußballfreie Oberliga-Zeit für unsere NSU endlich vorbei und es wird endlich wieder um Punkte gespielt. Das erste Spiel im Jahr 2018 führt uns an den Wasen zum SGV Freiberg (Anpfiff: 15 Uhr), einem Team, dass personell vielleicht über das größte Potential aller 18 Oberligisten verfügt. Egal ob die kompromisslose Defensive, das bockstarke Mittelfeld  oder den Top-Sturm um Torschützenkönig Marcel Sökler – der SGV erfüllt in allen Mannschaftsteilen höchste Oberliga-Ansprüche und schielt sicherlich noch mit einem Auge auf die ersten beiden Plätze – erst recht nach dem 1:0-Sieg im Nachholspiel letzte Woche beim SV Sandhausen II. Im Vorfeld dieser Begegnung konnten wir uns mit NSU-Sportdirektor Marco Merz unterhalten:

 
 

Marco, unser erster Gegner SGV Freiberg wird gleich eine echte Standortbestimmung für unser Pichterich-Team. Wie schätzt Du den aktuellen Tabellenfünften ein?

M. M.: Da zitiere ich gerne einen langjährigen Oberliga-Trainer, welcher mir vor wenigen Tagen von der Freiberger Offensiv-Power vorschwärmte und das Trio Sökler, Kutlu und Pollex als „Best of Oberliga“ bezeichnete. Dieser Einschätzung eines langjährigen Oberliga-Szenekenners werden wir mit unseren anderthalb Oberliga-Jahren deshalb bestimmt nicht widersprechen. Wir nehmen die ausgesprochene „Reisewarnung“ nach Freiberg durchaus ernst.

 

Ein Satz von Dir zum überragenden Freiberger Torjäger Marcel Sökler?

Wenn man Marcel Söklers beeindruckende 18 Saisontore in 18 Spielen zum Maßstab nimmt, dann steuert er auf eine Quote von über 30 Treffern am Saisonende zu. Das gab es meines Wissens in dieser Liga schon länger nicht mehr. Keine Frage, Marcel Sökler ist der "Lewandowski der Oberliga". Der "Kaiser" Franz Beckenbauer würde es bei dieser Wahnsinns-Torquote wahrscheinlich so formulieren: "Ja mei, der Sökler trifft ja sowieso einmal, da kannst nix machen. Da musst halt selbst auch mindestens ein Tor schießen, um etwas aus Freiberg mitzunehmen."

 

Aus Deinen Worten ist zu entnehmen, dass Du das starke Auftreten des Aufsteigers in der Vorrunde so erwartet hattest?

M. M.: Wir wissen von der letzten Saison sehr genau um die Stärke von Teams wie Bahlingen, Ravensburg oder Bissingen. Dass der SGV Freiberg, trotz seines Status als Aufsteigers, mit diesen Spitzenmannschaften auf Augenhöhe spielt, war uns bei der Qualität des Kaders absolut bewusst. Schon in der letzten Saison wäre Freiberg sicherlich im Teich dieser großen Fische mitgeschwommen und man hat den Eindruck, dass man dort, auch mit den starken Neuzugängen, das Ziel „Regionalliga“ so schnell wie möglich angehen möchte. Wir haben vor der Saison bekanntlich im Teamkreis einen Oberliga-Tipp durchgeführt. Dabei hatten zahlreiche unserer Jungs die Freiberger am Ende in den Top 3 erwartet. Das drückt unsere große Anerkennung und Wertschätzung für diese Mannschaft aus.

 

Wir können also feststellen: Das wird ein verdammt dickes Brett, das wir am Samstag bohren müssen?

M. M.: In der Tat. Aber bei aller Wertschätzung für Freiberg sind auch wir stolz auf unsere Mannschaft und den Weg, den sie gegangen ist. Noch vor fünf Jahren haben wir ehrfürchtig nach Freiberg, einem der dienstältesten Oberligisten, geschaut, während unsere Liga-Gegner damals Hessental, Gerlingen oder Unterweissach hießen. Daher können wir absolut stolz sein, zu solch einem Verein Augenhöhe hergestellt zu haben.

 

Danke Marco, für dieses Interview.