30.11.17 - Vor dem Oberachern-Spiel: Interview mit NSU-Kapitän Marcel Busch
 

Einmal noch 90 Minuten alles raushauen. Unter diesem Motto steht für unsere Sport-Union das Jahres-Abschlußspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellenvierten und somit Tabellennachbarn SV Oberachern (Anpfiff: 14 Uhr). Natürlich würden sich unsere Jungs nur allzu gerne mit einem Dreier von ihren treuen Fans und Zuschauern verabschieden. Doch dafür ist gegenüber der Vorwoche bei der verdienten 0:1-Niederlage gegen den CfR Pforzheim eine Leistungssteigerung notwendig. Wir konnten uns vor der Begegnung gegen Oberachern mit unserem Kapitän Marcel Busch unterhalten:

 
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Marcel, woran lag es denn letzte Woche gegen Pforzheim aus Deiner Sicht?

M. B.: Das ist nicht ganz leicht zu analysieren. Vorneweg muss ich sagen, dass dies, nach dem Spiel in Balingen am 3. Spieltag, nun die erste Begegnung war, die wir verdient verloren haben. Wir haben es über die gesamten 90 Minuten einfach nicht hinbekommen, das Spiel richtig anzunehmen, zum Beispiel in punkto Zweikampfhärte, Laufbereitschaft oder Platzverhältnisse. Ich denke aber es wäre unpassend eine mangelnde Einstellung unserer Spieler dafür verantwortlich zu machen, keiner hat absichtlich schlecht gespielt. Es gibt einfach solche Tage an denen nichts läuft. Dennoch sollten wir uns alle hinterfragen, warum wir es nicht geschafft haben, uns als Kollektiv gegen die Niederlage aufzubäumen, mit dem Ziel es am Samstag gegen Oberachern besser zu machen

Spielte denn auch der Kräfteverschleiß nach einer wirklich sehr herausfordernden Vorrunde eine Rolle?

M. B.: Das kann durchaus sein, gerade am Ende der Vorrunde, wenn die Temperaturen sinken und die Plätze tiefer werden. Allerdings hat Pforzheim ja genauso oft gespielt wie wir. Vielleicht ist es auch eine Kopfsache. Wir müssen uns jetzt einfach sagen, dass wir am Samstag im letzten Spiel des Jahres nochmal alles raushauen. Immerhin stehen wir tabellarisch immer noch super da, haben in den letzten Monaten bis auf das Pforzheim-Spiel eigentlich immer attraktiven Fußball gezeigt.



Eine wichtige Frage vor dem abschließenden Spiel gegen Oberachern: Wo wird gespielt, auf Rasen oder Kunstrasen?

M. B.: Aktuell steht die Entscheidung noch aus, auf welchem Untergrund wir spielen werden.Wir haben aber in dieser Woche bereits auf Kunstrasen trainiert.



Unser kommender Gegner Oberachern wird allgemein als Überraschungsmannschaft der Vorrunde bezeichnet. Ist er das auch für Dich?

M. B.: Ja, insofern, dass man den aktuellen Tabellenstand des SVO vor der Saison so nicht erwarten konnte. Nach dem Hinspiel allerdings überrascht mich die Platzierung nicht besonders. Denn Oberachern hat trotz der Niederlage richtig stark gegen uns gespielt. Die Begegnung war lange offen, Oberachern hat uns vor allem in der ersten Halbzeit sehr wehgetan, wir mussten viel hinterherlaufen und konnten uns erst zum Spielende hin entscheidend durchsetzen. Das sollte uns auch vor dem Rückspiel am Samstag absolut bewusst sein.

Wie wichtig wäre es am Samstag mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen und wie können dieses Deiner Meinung nach erreichen?

M. B.: Natürlich willst Du möglichst mit einem positiven Abschluss in die Winterpause gehen und nicht den Ballast einer Niederlage über den Jahreswechsel mit Dir rumtragen. Um den Platz als Sieger zu verlassen brauchst Du auch immer ein wenig Spielglück. Aber das musst Du Dir in den 90 Minuten erarbeiten. Das heißt, wir müssen gegen Oberachern alles an den Tag legen, was wir gegen Pforzheim haben vermissen lassen: Laufbereitschaft, konsequentes und genaues Passspiel, aggressive Arbeit gegen den Ball und eine möglichst große Kompaktheit. Gerade die kleinen Dinge könnten am Samstag entscheiden. Wir haben in der Vergangenheit jedoch oft genug bewiesen, dass wir über die notwendigen Qualitäten verfügen, daher bin ich für den Samstag auch recht optimistisch.