12.05.15- Interview mit NSU-Neuzugang Marcel Busch
 

Für unseren Neuzugang Marcel Busch schließt sich mit seinem Wechsel nach Neckarsulm ein Kreis. 2002 zog er vom damaligen VfR Heilbronn in die große (Profi-) Fußballwelt hinaus, 13 Jahre später kehrt er ins Unterland, nach Neckarsulm, zurück. Der 33-jährige spielte in Ahlen und Sandhausen in der 2. Liga, weitere Stationen waren der VfR Aalen, der SC Pfullendorf und zuletzt die Spvgg Neckarelz. Marcel Busch ist verheiratet, zweifacher Familienvater und studiert aktuell Lehramt. Wir konnten uns mit unserem Neuzugang unterhalten:

 
Bild (c) Alexander Bertok
 

Marcel, Du wechselst in der kommenden Saison von Deinem aktuellen Club Spvgg Neckarelz zu unserer Neckarsulmer Sport-Union. Zunächst, was waren die ausschlaggebenden Gründe für Dich?

M. B.: Es war definitiv das tolle Gesamtpaket in Neckarsulm ausschlaggebend. Ich war über Jahre hinweg mit Marco Merz in Gesprächen, die stets von großer Seriosität, gegenseitiger Wertschätzung und angenehmen Ambiente geprägt waren. Hinzu kommt nun, dass mein Studium in zwei Jahren endet und die Sport-Union mit mir auch ebenjene zwei Jahre zusammenarbeiten möchte. Es war mir wichtig, dass mir diese Perspektive geboten wurde, und es von Vereinsseite keine Option war, nach einem Jahr alles über den Haufen zu werfen, sollte irgendetwas eventuell nicht nach Wunsch laufen. Es sprach wirklich viel für Neckarsulm, so dass mir relativ schnell klar wurde, meinen sportlichen Weg in der kommenden Saison dort fortzusetzen, wenngleich ich mich auch in Neckarelz wohl gefühlt habe.

 

Welche Rolle spielte unser Trainer Thorsten Damm in Deinen Wechsel-Überlegungen?

M. B.: Ich habe in Sandhausen unter Thorsten, der damals Co-Trainer war, gespielt und natürlich hat dies in meiner Entscheidung auch eine Rolle gespielt. Wobei ich jedoch anmerken möchte, dass ich auch mit dem Neckarelzer Trainer Peter Hogen ein sehr gutes Verhältnis habe. Der private Kontakt zu Thorsten Damm ist, nachdem sich unsere Wege in Sandhausen getrennt hatten, eigentlich nie abgerissen. Aber nicht mit dem Ziel, dass wir irgendwann wieder einmal zusammenarbeiten, sondern weil wir uns einfach menschlich sehr schätzen. Natürlich freue ich mich, in Neckarsulm auf einen Trainer zu treffen, der auf der gleichen Wellenlänge funkt und fußballerisch die gleiche Auffassung vertritt wie ich selbst.



Du giltst als defensiver Allrounder. Auf welcher Position fühlst Du Dich denn am wohlsten?

M. B.: Ich habe in Neckarelz zuletzt oft Innenverteidiger gespielt, und auch die Defensiv-Außenbahn ist mir nicht fremd. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich mich aktuell für die Sechser-Position im defensiven zentralen Mittelfeld entscheiden, weil man dort einfach am intensivsten im Spiel involviert ist.



Du warst am Samstag nach unserem Spiel gegen Wangen noch länger zu Gast bei uns in Neckarsulm. Kanntest Du denn schon einige Deiner neuen Mitspieler?

M. B.: Ich habe in dieser Runde auch bereits ein Spiel der Sport-Union vor Ort verfolgt. Ich kenne Pascal Marche persönlich, Steffen Elseg ist mein Hausnachbar aus Kindertagen. Natürlich habe ich aus Unterländer Interesse auch den Weg von Martin Hess beim VfB II und in Frankfurt verfolgt. Wobei mir Martin verraten hat, dass er als C-Jugendlicher sogar von mir in einer Fußballschule trainiert wurde, was ich so nicht mehr auf dem Radar hatte. Es war sehr angenehm am Samstag und ich mache mir um den zwischenmenschlichen Bereich auch keinerlei Sorgen.

 

Mit Marcel Gerstle wechselt ein weiterer ehemaliger Neckarelzer auf den Pichterich. Wie würdest Du Marcels Spielstil beschreiben und freust Du Dich, wieder mit ihm gemeinsam auf dem Feld zu stehen?

M. B.: Ich freue mich sehr auf Marcel. Er ist fußballerisch eigentlich das komplette Gegenteil von mir, ist im Offensivbereich beheimatet. Er kann sowohl zentral als auch auf der Außenbahn spielen und ist mit seinen technischen Fähigkeiten so etwas wie der kreative Kopf einer Mannschaft. Außerhalb des Platzes ist er zudem ein sehr angenehmer Typ, der jedem Team gut tut. Er strahlt sehr viel Positives aus und lacht viel, was ich richtig gut finde.

 

Mit welchen persönlichen Zielen verbindest Du den Wechsel zur Neckarsulmer Sport-Union?

Natürlich komme ich nicht nach Neckarsulm, um dann um Platz sieben oder acht zu spielen. Aber klar ist auch, dass eine Meisterschaft, noch dazu in dieser starken Verbandsliga, nicht planbar ist. Aber wenn wir weitestgehend verletzungsfrei bleiben, in engen Spielen gegen direkte Konkurrenten kühlen Kopf bewahren, dann ist es aus meiner Sicht schon realistisch, dass wir bereits kommende Runde unter den Top 3, Top 4 mitspielen können.


Danke, Marcel für dieses Interview.