21.02.19 - Am Kaiserstuhl brauchen wir eine Königsleistung
 

Der Auftakt ins neue Jahr ist gelungen. Gegen den starken Tabellendritten Göppingen holte unser Team am vergangenen Wochenende ein verdientes 1:1-Unentschieden, es wäre sogar ein Dreier und damit der perfekte Start möglich gewesen. Im ersten Auswärtsspiel des Jahres am Samstag (Anpfiff: 15:00) wird es aber kaum leichter für unsere Pichterich-Elf, geht es doch ins Südbadische zum starken Bahlinger SC.

 
 

Der Auftakt ins neue Jahr ist gelungen. Gegen den starken Tabellendritten Göppingen holte unser Team am vergangenen Wochenende ein verdientes 1:1-Unentschieden, es wäre sogar ein Dreier und damit der perfekte Start möglich gewesen. Im ersten Auswärtsspiel des Jahres wird es aber kaum leichter für unsere Pichterich-Elf, geht es doch ins Südbadische zum starken Bahlinger SC.

Seien wir ehrlich: Nach dem Hinspiel g egen den BSC vor rund sieben Monaten hieß die meistgestellte Frage im Rund des Picherichstadions: Wer soll dieses Überteam in dieser Saison eigentlich stoppen? Soeben hatte uns der BSC in unserem Revier mit sage und schreibe 5:0 abgewatscht. Es war damals eine Demonstration der Stärke der Kaiserstühler. Selten hatte man in den letzten drei Jahren Oberliga in Neckarsulm eine derart dominante gegnerische Vorstellung erlebt, wie die des Bahlinger SC an jenem 26.08.2018. Der BSC agierte mit einer unfassbaren Dynamik, und einer Zweikampfhärte, die alles, was sich ihr in den Weg stellte,  restlos zu zermalmen schien. Doch auch wenn nach jenem denkwürdigen Sonntagnachmittag wohl jeder Neckarsulmer zumindest darauf gewettet hätte, dass der Bahlinger SC bis zum Ende um die Oberliga-Meisterschaft spielen würde, so s a h die Realität vor dem Rückrundenbeginn etwas anders aus.

Bis zum sechsten Spieltag war noch alles im Soll rund um das Kaiserstuhlstadion. Fünf Siege, ein Remis – Tabellenführung. Doch in den folgenden zwölf Begegnungen kam das Bühler-Team nur noch zu vier Siegen, verließ hingegen siebenmal als Verlierer das Feld. Hinzu kam auch noch das Ausscheiden im Verbandspokal und das ein oder andere Knirschen im Funktionärsbereich . Die Bahlinger Winterpausen-Bilanz von 29 Punkten und Platz 9 überrascht daher nicht nur in Neckarsulm, sondern wird dem hervorragenden Potential der Südbadener in keinster Weise gerecht. Dennoch grämte man sich am Kaiserstuhl keineswegs über die Situation, sondern beschwor vielmehr den Zusammenhalt und vor allem die eigene sportliche Stärke. Nochmals voll angreifen hieß daher das Motto zum Rückrundenbeginn, um mit einer Serie vielleicht doch nochmals an die Spitzenplätze heranzuschnuppern. Und beim mehr als eindrucksvollen 4:1-Auswärtssieg bei Normannia Gmünd gelang dieses Vorhaben letzte Woche gleich perfekt.  

Grund zur Hoffnung gibt den sympathischen  Kaiserstühlern vor allem ihre exzellente Offensive. Mit 35 Treffern stellt der BSC nach dem SGV Freiberg den zweitgefährlichsten Sturm der gesamten Oberliga. Und dieser ist mit den Rico Wöhrle, Santiago Fischer und Serhat Ilhan in der Tat hochkarätig besetzt, wenngleich der beste Torschütze Tobias Klein (8 Treffer) auf der defensiven Mittelfeld-Position agiert. Daneben stehen mit den Abwehrkanten Walter Adam und Fabian Nopper, sowie d en beiden Taktgebern im Mittelfeld Yannick Häringer und Erich Sautner weitere Oberliga-Topspieler zur Verfügung.

Charakterisiert man den Bahlinger SC, so muss man konstatieren , dass dieser die nahezu perfekte Symbiose aus kompaktem Defensivverhalten, schnellem Umschaltspiel und gnadenloser Chancenverwertung darstellt. Wenn dieses Kollektiv, wie im Hinspiel in NSU geschehen, ins Rollen kommt, ist es quasi unaufhaltbar. Doch die Ergebnisse der Vorrunde zeigen auf der anderen Seite auch , dass es Mittel und Wege gibt, die Stärken der Bahlinger zu kontrollieren. Und den Schlüssel hierfür, den müssen wir am kommenden Samstag im Kaiserstuhlstadion finden. Fraglos keine einfache Aufgabe für unser Team um Trainer Marcel Busch, viel wird sich dabei wohl über das Tempo, über die Dynamik entscheiden .

Mut macht uns, dass wir bislang in Bahlingen noch unbesiegt sind. Und w as wäre das eine tolle Geschichte, wenn wir auch diesmal nach dem Abpfiff zumindest einen Zähler in der legendären „Ponderosa“ des BSC feiern könnten? Die kleine Rechnung, die wir nach dem 0:5 im letzten August noch offen hätten, wäre dann sicherlich zur Zufriedenheit aller Neckarsulmer beglichen.