28.09.17 - Samstag geht es nach Bahlingen - Am "Kaiserstuhl" hängen die Trauben hoch
 

Am kommenden Samstag geht unsere Sport-Union wieder auf Reisen. Nach dem 4:1-Erfolg letzte Woche gegen die TSG Weinheim treten wir nun beim Kaiserstuhl-Team Bahlinger SC an (Anpfiff: 15:30). Und nicht nur, weil die Gastgeber aktueller Tabellenführer der Oberliga Baden Württemberg sind, stehen wir dabei vor einem der schwersten Spiele der gesamten Saison.

„Ich habe noch nicht den richtigen Schlüssel gefunden, wie wir den Bahlinger sportlich begegnen werden. Da wird wohl noch die eine oder andere Nacht dafür herhalten müssen“, spricht auch aus den Worten von Sport-Union Coach Thorsten Damm viel Respekt vor der Leistungsstärke der Bahlinger. „Die sind alle groß, kämpferisch und spielerisch gleichermaßen stark und laufen vorne brutal früh an. Der BSC ist wirklich ein extrem starker Gegner und in der aktuellen Form die Übermannschaft der Liga“, so der NSU-Coach weiter. Mit 19 Punkten aus 8 Spielen thront das Team vom Trainer Alfons Higl derzeit am Platz an der Sonne, ist seit sechs Spieltagen ungeschlagen Kein Wunder, dass aktuell oftmals der Name „Bahlinger SC“ zu hören ist, wenn Experten der Oberliga Baden Württemberg nach ihrem Meisterschaftstipp gefragt werden.

Der Kaiserstuhl ist ein beliebtes Weingebiet - doch die Trauben hängen dort am Samstag für uns hoch. Auch bei unserem Kapitän Marcel Busch, mit dem wir uns im Vorfeld der Begegnung unterhalten konnten, ist der Respekt vor dem Ex-Regionalligisten groß.

 
 

Marcel, wir treten am Samstag beim aktuellen Tabellenführer der Oberliga an. Ist der Bahlinger SC für Dich auch am Saisonende noch ganz vorne mit dabei?

M. B.: Ja, definitiv. Für mich ist es überhaupt nicht überraschend, dass der BSC an der Tabellenspitze steht. Auch wenn die Oberliga in diesem Jahr sehr ausgeglichen ist, zähle ich Bahlingen definitiv zu den Top 3 der Liga. Schon in der letzten Saison konnte man sehen, über welch herausragende Spielanlage die Bahlinger verfügen. Dort stehen verschiedene Charaktere auf dem Platz die fußballerisch über viel Qualität verfügen, aber auch körperlich stark sind und kämpfen können. Das wird schon ein dickes Brett für uns.

Welche Tugenden sind dann am Samstag gefragt?

M. B.: Eigentlich ähnliche wie sonst auch, allerdings noch extremer ausgeprägt. Egal ob wir nun hoch oder tief stehen, wir müssen auf jeden Fall mutig verteidigen. Vor allem ist dabei wichtig die Eins-gegen-Eins Duelle zu gewinnen. Denn Bahlingen bestraft einen verlorenen Zweikampf sofort. Bei eigenem Ballbesitz ist es für uns wichtig, dynamisch über unsere schnellen Offensivakteure nach vorne zu kombinieren und möglichst zum Abschluss zu kommen. Und natürlich sollten wir individuelle Fehler vermeiden. Wenn dies alles passt, dann gehen wir nicht chancenlos ins Spiel, denke ich.


Mal eine ganz andere Frage. Bahlingen ist mehr als 200 Kilometer von Neckarsulm entfernt, spielt die lange Anfahrt eigentlich sportlich eine Rolle?

M. B.: Ein Alibi für eine schlechte Leistung ist das ganz sicher nicht. Aber natürlich ist es nicht optimal, wenn man mehrere Stunden lang vor einem Spiel im Bus sitzt. Da wirst Du zunächst einmal träge und musst Dich komplett fokussieren, um diese Trägheit schnell wieder loszuwerden. Aber weite Busreisen sind in diesen Ligen eben ganz normal und das ist auch richtig so.


Wie sehr freut man sich denn als Spieler auf eine Partie gegen solch ein Topteam?

M. B.: Klar, wir freuen uns sehr auf solch ein Spiel. Letzte Woche gegen Weinheim beispielsweise ist es für den Kopf erheblich schwerer. Da trittst Du gegen eine Mannschaft an, von der du weißt, dass sie durchaus ihre Qualitäten hat, dennoch erwartet jeder aufgrund der Tabellensituation einen Sieg. Dann siehst Du noch, dass es am Anfang nicht so gut läuft und Du musst wirklich aufpassen, dass Du nicht verkrampfst. Gegen solch ein starkes Team wie Bahlingen hingegen ist die Konstellation eine andere. Da ist keiner böse, wenn ich als Innenverteidiger die Kugel einfach mal aufs Tribünendach dresche. Ich persönlich finde es daher angenehmer, wenn wir uns mit den Besten messen.


Im Spiel der letzten Saison haben wir sensationell mit 3:0 in Bahlingen gewonnen. Damals fehlte unser Trainer Thorsten Damm urlaubsbedingt und Co-Trainer Aydin Cengiz hat das Team gecoacht. Das Spiel ist also auch eine heftige Hypothek für Thorsten, oder?

M. B.: (lacht) Vielleicht sollte Thorsten ja einfach Aydin die Team-Besprechung durchführen lassen. Spaß beiseite. Uns ist allen klar, dass die Partie vom letzten Jahr am Samstag nicht die geringste Bedeutung hat. Außer, dass wir erleben mussten, wie stark der Gegner ist, besitzt sie keinerlei Relevanz. Daher brauchen wir Thorsten und sein taktisches Geschick umso mehr.