01.05.19 - 2:1-Sieg gegen Villingen: Schritt für Schritt dem sicheren Klassenerhalt näher
 

Auch gegen den vor der Saison als Topteam gehandelten FC 08 Villingen hat unser Oberliga-Team seine derzeit gute Verfassung bestätigt. Gegen den allerdings ersatzgeschwächt angetretenen Club aus dem Schwarzwald drehte die NSU einen Rückstand und gewann am Ende nicht unverdient mit 2:1. Matchwinner der Begegnung war dabei Ouadie Barini, der beide Neckarsulmer Treffer erzielen konnte. „Für mich war das insgesamt ein verdienter Sieg für uns“, sagte Chefcoach Marcel Busch nach der Begegnung. „Gratulation an meine Mannschaft, dass sie bei diesen hohen Temperaturen trotz eines Rückstandes die drei Punkte einfahren konnte.“

In der Vorrunde hattes es gegen Ravensburg und Villingen gerade einmal einen Zähler gegeben, jetzt binnen weniger Tage derer sechs. Damit hat die Pichterich-Elf die Aussicht auf den sicheren Klassenerhalt erheblich verbessert, noch fehlt aber der ein oder andere Zähler, um tatsächlich sorgenfrei zu sein.

Die Begegnung begann zunächst zäh. Beide Teams spielten aus einer sicheren Defensive heraus, ließen quasi keine gefährlichen gegnerischen Offensivaktionen zu. Deswegen fiel die Gästeführung nach 15 Zeigerumdrehungen auch quasi aus dem Nichts. Den Hauptanteil am 0:1 gebührte dem 46-jährigen Keeper der Gäste Christian Mendes. Nach einem abgefangenen Freistoss sah er, dass Kamran Yahyaijan durchstartete, sein Abstoß landete punktgenau im Lauf des pfeilschnellen Villinger Stürmers. Diese konnte von der aufgerückten Neckarsulmer Defensive nicht mehr eingeholt werden und blieb im 1-gegen-1 gegen NSU-Goalie Marcel Susser eiskalt. „Da brauchen wir nicht zu diskutieren, ein solches Abwehrverhalten geht gar nicht. Es gab eine klare Zuordnung, die in dieser Szene überhaupt nicht gepasst hat“, ärgerte sich Marcel Busch über den vermeidbaren Gegentreffer.

Die Sport-Union schaffte es auch in der Folge nur selten, die nun tiefer stehende Gäste unter Druck zu setzen. Fast ebenso überraschend wie die Gästeführung fiel daher in der 35. Minute auch der Ausgleich. Dieser resultierte durch ein Handspiel von FC08-Kapitän Dragan Ovuka, dem das Spielgerät bei einem Kopfballduell an die ausgestreckte Hand sprang. Laut Regelbuch war der folgende Elfmeterpfiff des guten Unparteiischen Vincent Becker absolut korrekt, gefühlt konnte man die Villinger Proteste dennoch nachvollziehen. Ouadie Barini übernahm die Verantwortung und donnerte den Strafstoß mittig zum 1:1 unter die Latte.

Nun war die NSU drin im Spiel und setzte nach. Lediglich fünf Minuten nach dem Ausgleich war die Begegnung dann gedreht. Nach einer Hereingabe von Marius Klotz stand Ouadie Barini in der Mitte goldrichtig und beförderte das Leder aus kurzer Distanz zum umjubelten 2:1 ins Netz.

Nachdem Marc Schneckenberger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach vorheriger feiner Kombination über Ouadie Barini und Steven Neupert aus 18 Metern an Mendes scheiterte, hatte die knappe Neckarsulmer Führung auch zur Pause bestand.

Die zweite Hälfte begann mit einer Villinger Druckphase. Bereits in der 48. Minute musste Robin Neupert eine Monstergrätsche auspacken, um Villingens Stürmer Damian Kaminski am Ausgleich zu hindern.  Diese beiden Protagonisten standen auch vier Minuten später im Mittelpunkt. Nach einem langen Ball legte Robin Neupert ungewollt Kaminski das Leder in den Lauf, dieser traf freistehend vor Marcel Susser jedoch nur das Außennetz.

Die Gäste blieben zunächst weiter spielbestimmend. So rauschte ein Freistoß von Stjepan Gäng aus dem Halbfeld an Freund und Feind, aber auch haarscharf am Neckarsulmer Gehäuse vorbei. Nachdem dann aber Volkan Bak in der 63. Minute aus aussichtsreicher Position Marcel Susser in die Arme schoss, hatten die Gäste aus dem Schwarzwald ihr Offensivpulver quasi bereits verschossen. Im Gegenteil, nun zeigte die Sport-Union bei ihren Kontern feinstem Offensiv-Kombinationsfußball, spielten sich immer wieder bis zur Grundlinie durch, nur der letzte Pass in die Mitte wollte nicht ankommen.

„Die letzte halbe Stunde war wieder ein Hauch der Anfangsphase gegen Freiberg: Spielfreude, Laufstärke und eine unglaubliche Wucht im Spiel nach vorne“, lobte NSU-Sportdirektor Marco Merz.

Die NSU suchte weiterhin die Entscheidung, und in der 82. Minute hatte das gesamte Pichterichstadion schon den Torschrei auf den Lippen. NSU-Kapitän Marc Schneckenberger hatte aus 16 Metern einen Gewaltschuss in Richtung Villinger Gehäuse abgegeben, doch Mendes lenkte das Spielgerät mit einer unfassbaren Rettungstag an die Unterkante der Latte. Nachdem auf der Gegenseite Marcel Susser kurz vor dem Abpfiff einen gefährlichen Freistoss von Teyfik Ceylan entschärfen konnte, war der wichtige, wenngleich knappe Neckarsulmer Sieg eingetütet.

Damit konnte unsere Pichterich-Elf nach teilweise schmerzhaften Niederlagen in der Vergangenheit erstmals einen Sieg gegen den FC 08 Villingen einfahren und beendete damit die nächste schwarze Oberliga-Serie. Dementsprechend zufrieden war auch Marcel Busch: „Wir haben heute insgesamt verdient gegen den letztjährigen Tabellenzweiten gewonnen und haben im zweiten Durchgang nur eine gute Villinger Chance zugelassen.“

NSU: Susser, M. Romano, R. Neupert, Schmelzle,  Klotz, S. Neupert, Schneckenberger, Gebert (78. Seybold), Gotovac (78. Müller), Islamaj (82. Bellanave), Barini (89. Albert)

 
Die Bilder zum Spiel