12.05.18 - 0:1 gegen Sandhausen: Eine Blaupause der letzten Heimspiele
 

Wenn Thorsten Damm im Jahr 2018 von der Presse nach Heimspielen über seiner Spielanalyse befragt wird, so gleichen sich seine Worte – egal wie der Gegner auch heißt. So gilt auch gegen den SV Sandhausen II: Ja, unser Team hat wieder mit allerletzter Kraft gekämpft. Ja, man muss definitiv den Hut vor unseren Jungs ziehen. Und ja, das Team hätte für diesen Kampf mindestens einen Punkt verdient gehabt. Allerdings nein, es wurde wieder nichts mit dem ersten Heimsieg im Jahr 2018, den gegen den badischen Zweibundesliga-Nachwuchs verlor die NSU knapp mit 0:1

Gegen den SVS musste Thorsten Damm abermals zwei schwerwiegende Ausfälle verkraften, Adrian Beck und Ouadie Barini standen gegen den SVS nicht zur Verfügung. Auch das Spiel selbst forderte das fast schon obligatorische Verletzungsopfer, diesmal musste Defensivakteur Marius Klotz verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Die erste Halbzeit, das muss man fairerweise konstatieren, hatte weder von Neckarsulmer noch von Sandhäuser Seite viel mit Oberliga-Fußball zu tun. Die Sandhäuser erspielten sich erwartungsgemäß eine Feldüberlegenheit, die NSU lauerte auf Konter. Bereits in der 12. Minute fiel das goldene Tor für die Gäste. Nachdem zuvor der Neckarsulmer Keeper Leander Wallmann noch glänzend einen Schuss von Benjamin Sailer abwehrte, köpfte Timo Weber den anschließenden Eckball zum 0:1 ins Netz. Außer einem gefährlichen Flachschuss von Alexander Albert kurz vor dem Seitenwechsel gab es ansonsten viel Sommerfußball und wenig ernsthafte Torannährungen auf beiden Seiten.

In der Halbzeit wurde dann die gesamte Neckarsulmer Personalmisere auch bildlich auf dem Rasen dargestellt. Während drei Neckarsulmer Auswechselspieler, im Übrigen ohne Ersatztorhüter auf dem Spielberichtsbogen, sich die Kugel hin und herschoben, waren auf der Gegenseite neun Sandhäuser Ersatzakteure zu beobachten.

Im zweiten Durchgang, und das kam durchaus überraschend, war dann die NSU die bessere Mannschaft - und hatte dicke Bretter zum verdienten Ausgleich. Zunächst scheiterte Pascal Hemmerich in aussichtsreicher Position am guten Gästekeeper Dominik Machmeier (53.), drei Minuten später klatschte ein Schuss von Robin Neupert an den Allerwertesten von Cheick Cisse, der damit das wohl sichere 1:1 verhinderte. Am Ende einer Neckarsulmer Eckballserie war es abermals Robin Neupert, der aus sieben Meter freistehend über das Gehäuse köpfte.

Die Mutter aller Chancen aber hatte Pascal Hemmerich in der 68. Minute. Glänzend von Alex Albert freigespielt traf die Neckarsulmer Nummer 33 die Kugel jedoch aus kürzester Distanz nicht richtig und bugsierte diese am leeren langen Pfosten vorbei. Kollektives Haareraufen im Neckarsulmer Lager und großes Glück für nurmehr das Ergebnis verwaltende Sandhäuser. „So einer Chance trauert man anschließend dann schon hinterher“, gab Thorsten Damm nach dem Abpfiff an.

In der 89. Minute fast doch noch das Happy End für die NSU. Nach glänzendem Solo von David Gotovac machte jedoch erneut Dominik Machmeier im Sandhäuser Tor die Hoffnung auf einen Neckarsulmer Punkt per Glanzparade zunichte.

So blieb es bei der knappen und ja, insgesamt erneut unglücklichen Neckarsulmer Heimniederlage gegen Sandhausen II. „Wir haben uns auch heute wieder sehr ordentlich verkauft. Aber dafür können wir uns eben nichts kaufen. Wir haben wieder viel investiert, aber wieder vergessen uns zu belohnen.“ Die Sätze von Thorsten Damm begleiten die NSU seit Beginn der Rückrunde mit einer Regelmäßigkeit wie das Ticken eines Schweizer Uhrwerks.

NSU: Wallmann, Leonhardt, R. Neupert, Klotz (67. S. Neupert), Seybold, Schneckenberger (90. Kappes), Gotovac, Albert (67. Jallow), Öztürk, Hemmerich (89. Walter), Elseg

 
Die Bilder zum Spiel
Unsere Startelf gegen Sandhausen
Unser Keeper Leo Wallmann
Vor dem Anpfiff
Gute Laune beim Schiedsrichter-Team
Steffen Elseg gegen gleich zwei Sandhäuser
Robin Neupert führt die Kugel
Steffen Elseg mit perfekter Haltung
Philipp Seybold geht an Leander Vochatzer vorbei
Marius Klotz gegen Jascha Glückschalt
David Gotovac schirmt die Kugel ab
In dieser Szene fällt das goldene Tor für den SV Sandhausen II
Philipp Seybold gegen Mirco Born
Steffen Elseg ist vor Maximilian Schilling am Ball
Hochkonzentriert: Thorsten Damm
Steffen Elseg
Seba Öztürk muss sich gegen Benjamin Sailer erwehren
Pascal Hemmerich im Kopfballduell mit Cheick Cisse
Seba auf dem Weg nach vorne
Philipp Seybold und Steven Neupert
Seba Öztürk
Unser Kapitän Marc Schneckenberger
Zwei Comebacks: Steven Neupert (vorne) und Sebastian Kappes
Alex Albert gegen Robert Herrmann
Den Ball im Visier: Robin Neupert und Lofti Graidia
Pascal Hemmerich köpft - doch Dominik Machmeier kann parieren
Feuerte sein Team immer wieder von Außen an: Thorsten Damm
Alex Albert umringt von vier Schwarz-Weißen
Steffen Elseg gegen Christian Jindra
Mit vollem Einsatz: Marvin Leonhardt
 
Marc Schneckenberger gegen Leander Vochatzer
Oberliga-Premiere für Amadou Jallow
Schön zu sehen: Steven ist wieder auf (und nicht mehr neben) dem Feld zu sehen. Er zeigte sofort wieder große körperliche Präsenz
Goto gegen Konstantin Schiler
Die mit dem Teamnamen beflockten Sandhäuser Trikots
Erst wird er gefoult, dann bekommt er auch noch den Ball ins Gesicht: Schmerzhafte Szene für Goto
Dennoch kann er sich hier durchsetzen.
Kaputt. Am Ende. Volle Erschöpfung. Marvin Leonhardt