21.08.16 - Spiel auf Augenhöhe reicht nicht um zu punkten – NSU verliert 1:3 in Oberachern
 
Berichterstattung aus Oberachern: Dieter Schaaf (danke Dieter)
 

Viel hatte sich Fußball-Oberligist Neckarsulmer Sport-Union für das Auswärtsspiel beim SV Oberachern vorgenommen, doch nach der 2:3-Niederlage vergangenen Mittwoch gegen Spielberg blieb die Elf von Trainer Thorsten Damm beim 1:3 im Südbadischen zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen punktlos.

Es war insgesamt ein Spiel auf Augenhöhe – doch das reicht derzeit für die Sport-Union nicht, um am Ende etwas Zählbares zu holen. Die gegnerischen Teams sind einfach effektiver im Umgang mit den sich bietenden Torchancen. „Wir waren von Anfang an gut drin im Spiel. Oberachern hatte insgesamt nicht viel mehr Torchancen als wir, machen aber drei Buden“, so NSU-Trainer Thorsten Damm.

Erneut drei Gegentore, inzwischen sind es bereits deren 10 in vier Spielen. Rührt die Sport-Union also zukünftig Beton in der Defensive an? „Das wäre zwar in Anbetracht der Fülle an Gegentoren konsequent, aber man muss schon analysieren, wie unterschiedlich die Treffer gefallen sind. Im Gegensatz zu Spielberg am Mittwoch war diesmal kein individueller Fehler dabei. Zudem entspricht eine strikte Defensivtaktik eigentlich nicht unserem Naturell.“ Eines stellt der Neckarsulmer Übungsleiter allerdings unumwunden fest: „Wir verhalten uns insgesamt in der Defensivarbeit zu leichtfertig. Ich vermisse so etwas eine eklige, kompromisslose Verteidigung.“

Das Spiel in Oberachern fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, nennenswerte Torchancen blieben Mangelware. Farbe brachte zunächst vor allem der Unparteiische ins Spiel. In einer fairen Begegnung standen am Ende sechs gelbe Karten für die Sport-Union, gerade einmal eine für Oberachern. „Das war teilweise völlig überzogen“; monierte Thorsten Damm.

Auch dem Gegentreffer ging eine fragwürdige Entscheidung des Referees gegen die Sport-Union voraus. Nach angeblichem Foul von NSU-Kapitän Hess beförderten die Gastgeber einen Freistoß von links in den Neckarsulmer Strafraum, am hinteren Pfosten brauchte Domagoj Petric die Kugel aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken (36.).

In einer interessanten, aber zunächst an Höhepunkten armen Begegnung blieben die Angriffsbemühungen der Neckarsulmer im ersten Durchgang ohne größere Wirkung. Den ersten nennenswerten Schuss in Richtung SVO-Tor gab in der 49. Minute Marius Klotz ab, der Ball ging jedoch über die Querlatte.

Insgesamt agierten die Unterländer nun etwas druckvoller, die Sport-Union bemühte sich um ein schnelleres Umschaltspiel nach vorne. Eine Freistoßflanke von der rechten Seite nach einem Foul an David Gotovac blieb allerdings ohne Erfolg. Vielmehr fiel im Gegenzug nach einem Eckball das 2:0. Eine hohe Hereingabe konnte nicht geklärt werden, am hinteren Pfosten standen gleich mehrere Spieler des SVO blank. Letztendlich war es dann Pascal Sattelberger der aus kurzer Entfernung zum 2:0 traf.

Neckarsulm, und das war durchaus positiv, ließ sich jedoch im Wissen um die eigene Comeback-Qualitäten auch durch diesen Treffer nicht entmutigen und spielte weiter nach vorne. Und tatsächlich: Nach einem Foul an Steven Neupert und dem fälligen Freistoß staubte dieser selbst zum 1:2-Anschlusstreffer ab (68.). Torwart Miesch hatte den Ball zunächst nicht festhalten können.

Doch auch die Gastgeber blieben bei ihren Offensiv Bemühungen stets gefährlich – und beendeten die Neckarsulmer Aufholjagd nur sieben Minuten später. Felix Armbruster lief in eine Freistoßflanke und vollendete mit der Hacke zum 3:1 für Oberachern.

Da die Sport-Union nicht aufsteckte, blieben auch die letzten Spielminuten spannend. Chancen auf beiden Seiten konnten jedoch nicht genutzt werden, so blieb es bei der 1:3-Auswärtsniederlage der Sport-Union beim ambitionierten SV Oberachern. Aufgrund einem leichten Plus an Torchancen ist der Sieg der Gastgeber auch insgesamt als verdient zu bezeichnen.

NSU: Susser, Leonhardt, Busch, Kappes (52. Seybold), Klotz (85. Klotz), Schneckenberger (85. Müller), Neupert, Gotovac, Hogen, Gerstle (76. Barini), Hess

 
Bilder (c) dsf