23.10.16 - Auswärtssieg! "Zuckersüßer" Sieg im Karlsruher Wildpark
 

Auch die mit einigen Jungprofis verstärkte U23-Mannschaft des Karlsruher SC konnte Oberligist Neckarsulmer Sport-Union nicht stoppen. Nach einer kämpferisch und taktisch eindrucksvollen Leistung entführte das Pichterich-Team beim 1:0-Erfolg  alle drei Punkte aus dem Wildparkstadion-Arial. Der Schütze des goldenen Tores? Martin Hess Natürlich. Doch der Erfolg, dies analysierte auch NSU-Trainer Thorsten Damm nach dem Spiel, war ein Produkt des Neckarsulmer Gesamtkonstrukts, welches „Tempo, Zweikampfhärte und die Bereitschaft, bedingungslos dagegenzuhalten“, demonstrierte. Nach dem sechsten Spiel ohne Niederlage klettert die Sport-Union auf den 5. Platz. Doch viel wichtiger als die aktuelle Platzierung war den Neckarsulmer Protagonisten, dass ein als direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt identifizierter Kontrahent bezwungen werden konnte.

Die Begegnung auf dem KSC-Stadion-Nebenplatz "2" begann intensiv und war zunächst von zahlreichen Zweikämpfen geprägt. Die Sport-Union agierte dabei taktisch geschickt gegen die Karlsruher U23: Defensiv kompakt, auf Balleroberungen lauernd, wartete die Sport-Union auf die entscheidenden Kontersituationen. Der KSC tat sich zunächst schwer, gegen die tiefstehenden Neckarsulmer zu Chancen zu kommen. Ein Freistoß aus 17 Meter, der in der Mauer hängenblieb war noch die beste Chance des KSC in der Anfangsphase. Die Pichterich-Elf näherte sich erstmals in Minute 14 gefährlich dem gegnerischen Gehäuse, ein Schuss von Henrik Hogen aus 18 Metern wurde aber sichere Beute von KSC-Schlußmann Florian Stritzel.

Vor rund 250 Zuschauern wurde die Sport-Union in der Folge im Spiel nach vorne mutiger und zog sein dynamisches, durch wenige Ballkontakte geprägtes Offensiv-Spiel auf. In der 17. Minute hatte die Damm-Elf Pech, dass ein Treffer von Henrik Hogen wegen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Nachdem David Gotovac sechs Minuten später noch einen Schritt zu spät gegen Stritzel kam, durfte die Sport-Union in der 25. Minute jubeln. Nach feinem Doppelpass zwischen Marcel Gerstle und Martin Hess chippte Pascal Marche die Kugel in den Karlsruher Strafraum, dort verlängerte Henrik Hogen per Kopf auf Martin Hess, der frei vor Stritzel die Nerven behielt und zum inzwischen verdienten 0:1-Führung für die Pichterich-Elf einschob.

Danach hatte die Sport-Union allerdings zweimal Riesenglück, nicht schnell den Ausgleich kassiert zu haben. Nach einem dynmaischen Konter über Boubacar Barry schlenzte Tim Fahrenholz die Kugel zunächst an den Pfosten (39.), kurze Zeit später ging abermals der starke  Fahrenhorst auf und davon, Berry konnte seine genaue, aber scharf geschossene Hereingabe jedoch nur ins Toraus verlängern. Duchatmen bei der NSU, Haareraufen bei den Gastgebern. Nachdem auf der Gegenseite ein Freistoß von Kappes knapp über das Tor ging, hatte die knappe Neckarsulmer Führung auch zur Halbzeit Bestand.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Riesenchance für die Gäste. Nach einer Busch-Vorlage setzte sich Martin Hess energisch gegen zwei Karlsruher durch, traf aber hart bedrängt kurz vor dem Gehäuse die Kugel nicht richtig.

Danach machten die Karlsruher teilweise gehörigen Druck, Chancen blieben für den Nachwuchs des Zweitligisten allerdings Mangelware, auch, weil die Neckarsulmer Defensive um die beiden starken Innenverteidiger Sebastian Kappes und Robin Neupert einen Sahnetag erwischt hatte. Und kam doch etwas an diesem Bollwerk vorbei, war der sichere NSU-Keeper Marcel Susser zur Stelle. So geschehen in der 63. Minute, als er einen Gewaltschuss von Kai Kleinert über die Latte lenkte. Kurz darauf mussten die Badener aufgrund einer gelb-roten Karte von Demarveay Deron fortan in Unterzahl agieren.

Eine Viertelstunde vor Ende dann beinahe das 2:0, doch nach feinem Spielzug über Marc Schneckenberger scheiterte Marcel Gerstle aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Stritzel. Auch der KSC hatte noch eine Großchance, ein Schuss aus 15 Metern von Niklas Hoffmann strich um Zentimeter am langen Eck vorbei. Nach endlos erscheinenden vier Minuten Nachspielzeit war es dann geschafft, der 1:0-Auswärtssieg war unter Dach. „Insgesamt ein verdienter Sieg, trotz der zwei Großchancen des KSC in der ersten Hälfte“, freute sich Thorsten Damm. NSU-SPortdirektor Marco Merz, ein blühender Anhänger des Karlsruher SC´s gab nach dem Abpfiff unumwunden zu: "Eine KSC-Heimniederlage empfand ich noch nie so zuckersüß wie heute."

Nun darf sich die Sport-Union am kommenden Samstag auf das Gastspiel des Tabellenführers SC Freiburg II freuen.

NSU: Susser, Klotz, Kappes, R. Neupert, Gotovac, Marche (90. Romano), Schneckenberger, Busch (71. Retzbach), Gerstle (86. Seybold), Hogen (89. Öztürk) , Hess

 
 
Bilder zum Spiel:
 
Vor dem Anpfiff
Zwei die sich kennen und schätzen: Thorsten Damm und KSC-Coach Stefan Sartori
Die "roten Teufel" vom Pichterich
Vor dem Anpfiff
Kappo ist vor Boubacar Sanogo am Ball
Marcel Busch gegen Demarveay Sheron, der später die Ampelkarte sah
Marc Schneckenberger mit langem Bein vor Barry
Marcel Busch im Kopfballduell
Marcel Gerstle setzt sich durch
Abermals fehlerlos und zu Null gespielt: Marcel Susser
"Schnecke" direkt vor den KSC-Fans
David Gotovac im Sprintduell
Hier kommt "Goto" einen Schritt zu spät gegen KSC-Keeper Stritzel
Die Backen aufgeblasen und los geht´s
Freude über Martins 1:0
Es war bereits der 11. Saisontreffer unseres Kapitäns
Sebastian Kappes klärt vor Tim Fahrenholz
Pascal Marche gegen KSC-Kapitän Marcel Mehlem
Martin setzt sich gegen Florian Henk durch
Henrik Hogen und sein Gegenspieler mit derselben Körperhaltung
Pascal Marche klärt mit viel Einsatz
David Gotovac spielte gewohnt engagiert gegen seinen Ex-Club
Henni bekommt in dieser Szene ein Foul gegen sich abgepfiffen
Rasenpflege? Lieber ein lustiges Pläuschchen
"Schnecke" und Marcel Gerstle
 
Steven und Martin
 
Kurzbesprechung vom Coach kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit
Textiltest bei Henni
Direkt nach der Pause: Ein Rempler gegen Martin...
... bringt diesen aus dem Gleichgewicht. Viele NSU-Fans forderten hier Strafstoß
Pascal gegen Boubacar Barry
Martin schirmt die Kugel ab
Rudelbildung - aber der gut leitende Unparteiische Andreas Rinderknecht hat alles im Griff
Martin gegen Florian Henk
Nach Bekanntschaft mit der Spielfeldumrandung blieb Marius kurz die Luft weg...
... kurz danach klärt er in höchster Not gegen Kai Kleinert
Thorsten Damm
Und dann war es geschafft. Großer Neckarsulmer Jubel nach dem Abpfiff
Marco Merz, übrigens glühender KSC-Fan, freut sich ausgelassen
"Schnecke" analysiert hingegen bereits mit den Referees
Robin und Martin
Marc Schnekenberger und Marius Klotz
Faire Gratulation des Karlsruhers Ridje Sprich