30.03.19 - Wichtiger 2:0-Sieg in Ilshofen - NSU klettert auf Rang 11
 

Dank einer hervorragenden ersten Hälfte hat unser Oberliga-Team die Auswärts-Begegnung beim TSV Ilshofen verdient mit 2:0 gewonnen. Damit schob sich die die Sport-Union tabellarisch an den Hohenlohern vorbei und steht nun auf Rang 11, und somit über den Platzierungen, die am Saisonende theoretisch den Abstieg bedeuten könnten. Der Neckarsulmer Erfolg war daher wichtig, keine Frage, wenngleich nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zum Klassenerhalt. „Ich bin einfach sehr froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Ich denke, das war ein absolut verdienter Sieg meiner Mannschaft“, sagte NSU-Coach Marcel Busch nach dem Abpfiff.

Der Dreier in Ilshofen war auch das Ende einer langen Serie: Exakt 207 Tage war die NSU zuvor ohne Auswärtssieg geblieben, den letzten Dreier in der Fremde hatte es am 05.09.2018 beim Tabellenletzten Germania Friedrichstal gegeben.

Wie schon im Hinspiel war es auch in Ilshofen wieder über lange Zeit eine taktisch sehr starke Vorstellung der Pichterich-Elf. „Das Trainer-Team hat unser Team erstklassig auf den Gegner eingestellt“, lobte Sportdirektor Marco Merz. In der Tat konnten die Gastgeber ihr gefürchtetes Kombinationsspiel nur selten aufziehen, da die Sport-Union mit großem Geschick und intensiver Laufarbeit oft Überzahl in Ballnähe schaffen konnte. Vor allem durch die Neckarsulmer Mittelfeld-Zentrale mit Marc Schneckenberger, Mario Müller und Steven Neupert kam es kaum ein Durchkommen für die Gastgeber.

Zunächst begann die Begegnung jedoch ausgeglichen, ehe die NSU in der 16. Minute nach dem ersten gelungenen Spielzug in Führung ging. Einen tollen Pass in die Tiefe von Philipp Seybold flankte David Gotovac an den langen Pfosten zu Maxi Gebert, der technisch hochwertig per Volleyschuss zum 0:1 vollendete. Ausgerechnet Maxi Gebert mag man sich in Ilshofen gedacht haben, die Neckarsulmer Nummer 13 trug in der vergangenen Saison noch das Trikot des TSV.

Es entwickelte sich nun eine spektakuläre Begegnung. Kurz nach dem 0:1 beinahe der Ausgleich, nach Vorarbeit von Lamar Yarbrough verzog Ilshofens Stürmer Benjamin Kurz in aussichtsreicher Position knapp. Es blieb jedoch die einzige Chance der Gastgeber im ersten Durchgang.

Ganz anders die NSU. Die mit hohem Tempo ausgespielten Konter waren von den Hohenlohern kaum zu verteidigen. So lief Ouadie Barini in der 24. Minute nach grandiosem Pass von Marc Schneckenberger alleine auf Karel Nowak zu, der TSV-Keeper blieb jedoch im Eins-gegen-Eins der Sieger.

Sechs Minuten später durfte die Sport-Union dann zum zweiten Mal jubeln. Nach einer Ecke wehrte Nowak zunächst einen Kopfball von Robin Neupert reaktionsschnell ab, doch das Spielgerät kam erneut zum Neckarsulmer Abwehrakteur, der den Abstauber zum 0:2 einnetzen konnte.

Die NSU war nun klarer Chef im Ring. Nur zwei Minuten später konnte der durchgebrochene Ouadie Barini im Ilshofener Strafraum von Baba Modji nur mit einem Foul gebremst werden. Die Folge: Strafstoß für die Pichterich-Elf und die rote Karte für den Ilshofener Innenverteidiger. Allerdings bewahrheitete sich die alte Fußballfloskel, dass der Gefoulte besser nicht zum Elfmeterpunkt schreitet, den Karel Nowak konnte den zu zentral platzierten Schuss von Ouadie Barini abwehren. Pech für die NSU auch kurz vor dem Halbzeitpfiff, als ein Schmelzle-Kopfball am linken Torpfosten landete.

Im zweiten Durchgang agierte die NSU zunächst weiterhin clever gegen die numerisch dezimierten Gastgeber. Allein das entscheidende 3:0 wollte einfach nicht fallen. Beste Konterchancen wusste die Sport-Union nicht zu nutzen. So rettete Nowak in der 56. Minute glänzend gegen den durchgebrochenen Ouadie Barini. Bei weiteren Möglichkeiten agierte unsere Elf allerdings etwas zu umständlich.

Die Schlussviertelstunde glich dann einem Chancenfestival auf beiden Seiten. Die Ilshofener zeigten in Unterzahl eine starke Moral und versuchten alles, um mit dem Anschlusstreffer wieder zurück in die Begegnung zu finden. In der 76. Minute wäre es fast soweit gewesen. Nach einem Kopfball von Egner war NSU-Torsteher Marcel Susser bereits geschlagen, doch David Gotovac konnte akrobatisch auf der Linie klären.

Acht Minuten vor dem Abpfiff verpasste der eingewechselte Alexander Albert die endgültige Entscheidung, er scheiterte am Torpfosten. Als in der Nachspielzeit ein Heber von Benjamin Kurz in Richtung Eckfahne flog, war der Neckarsulmer 2:0-Sieg endgültig besiegelt. Einer herausragenden ersten Neckarsulmer Halbzeit folgte eine zunächst ordentliche zweite Hälfte, ehe die letzte Viertelstunde eher an Ilshofen ging. „Wenn wir bei unseren zahlreichen Chancen das 3:0 machen, können wir das Ding ruhiger zu Ende spielen. So bekommst Du etwas Nervenflattern aber am Ende steht der wichtige und auch verdiente Sieg meiner Mannschaft“, analysierte Marcel Busch.

NSU: Susser, R. Neupert, Schmelzle, Gotovac, Klotz, Müller (73. M. Romano), Schneckenberger, S. Neupert, Seybold (78. Bellanave), Gebert (80. Ayvaz), Barini (58. Albert)

 
Die Bilder zum Spiel