22.09.18 - 1:0-Erfolg über Ilshofen: Eminent wichtig
 

Nach dem Abpfiff war die Erleichterung auf dem Pichterich geradezu greifbar. Trainer Marcel Busch, Co-Trainer Aydin Cengiz und Sportdirektor Marco Merz verschmolzen zu einer hüpfenden Jubeltraube und feierten den knappen aber verdienten 1:0-Erfolg ihrer Neckarsulmer Sport-Union gegen den TSV Ilshofen ausgelassen. Nach den zwei unglücklichen Niederlagen zuvor gegen die Stuttgarter Kickers und dem 1. FC Pforzheim war der Dreier für die NSU eminent wichtig, um nicht ins hintere Drittel der Tabellen abzurutschen.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir das 1:0 ins Ziel gebracht haben. Sieht man die Vielzahl unserer Chancen, dann war der Sieg meiner Meinung nach auch verdient“, analysierte der Neckarsulmer Chefcoach Marcel Busch. Der Gegner aus Ilshofen enttäuschte nicht, trat nach dem unerwartet guten Saisonstart mit 12 Punkten aus sieben Spielen mit viel Selbstvertrauen auf dem Pichterich an.

Die Partie war von Beginn an hitzig, man merkte, dass in beiden Teams einige Spieler standen, die zuvor bereits für den jeweiligen Gegner aktiv waren. Die Gäste aus Ilshofen hatten zwar ein Plus an Ballbesitz, zielstrebiger in der Offensive agierten jedoch im ersten Durchgang die Gastgeber aus Neckarsulm. Diese durften in der 22. Minute dann auch die Führung bejubeln. Einen Freistoß aus 20 Metern versenkte Ouadie Barini flach ins lange Eck zum 1:0, Ilshofens Keeper Jonas Wieszt hatte dabei eine unglückliche Figur abgegeben.

Bis zur Pause hätte die Sport-Union die Führung ausbauen müssen. Nach einem Ballverlust von Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann lief Volkan Demir auf das gegnerische Gehäuse zu, verzog aber haarscharf. Eine Minute vor dem Pausentee erkämpfte sich erneut Demir den Ball, seinen Querpass konnte Ouadie Barini aber in aussichtsreicher Position gleich zweimal nicht im Netz unterbringen. „Wir haben in der ersten Halbzeit 2-3 Fehler mehr gemacht als sonst und mussten merken, dass es dann gleich sehr schwer für uns wird“, ärgerte sich Ilshofens Co-Trainer Julian Metzger. Sein Gegenüber Marcel Busch hingegen war mit seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben im ersten Durchgang alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

In der zweiten Halbzeit war zunächst der TSV Ilshofen die stärkere Mannschaft. Rund 25 Minuten agierte die NSU zu passiv, gestattete dem Gegner im Mittelfeld Freiräume und produzierte selbst zu viele Ballverluste. Zum Glück für die NSU ließen die durchaus gefällig kombinierenden Gäste auch weiterhin die letzte Zielstrebigkeit vor dem Gehäuse von Marcel Susser vermissen. Die beste Chance für den Aufsteiger hatte in der 68. Minute der Ex-Neckarsulmer Ramazan Kandazoglu, der in der 68. Minute freistehend per Flugkopfball scheiterte. „Zeitweise haben wir da den Faden verloren und Ilshofen war die bessere Mannschaft“, gab Marcel Busch zu. Allerdings konnte sich der Neckarsulmer Trainer auf eine über die komplette Spielzeit hoch konzentrierte Defensivarbeit seiner Mannschaft verlassen.

In der Schlußphase war im Pichterichstadion dann kollektives Haareraufen angesagt. Denn gleich mehrmals vertändelten die Neckarsulmer aussichtsreichste Konterchancen. Das war leichtsinnig und dürfte Marcel Busch nicht gefallen haben. So atmete der Neckarsulmer Trainer nach dem Schlußpfiff erst einmal tief durch: „Insgesamt bin ich heute stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, auch wenn es wieder ein Zittern bis zum Ende war.“

Positiv war auch die Gemütslage bei den ehemaligen Ilshofener Akteuren im Neckarsulmer Trikot. So sagte NSU-Abwehrrecke Daniel Schmelzle: „Das war heute schon ein ganz besonderes Spiel für mich, mit einigen der Ilshofener Jungs bin ich richtig gut befreundet. Auf dem Platz gab es auch mal ein paar kleine Sticheleien, aber das ist nach dem Abpfiff vergessen.“ Maxi Gebert ergänzte: „Heute schlug in den 90 Minuten ganz klar nur das Neckarsulmer Herz in meine Brust. Ich denke es war am Ende ein hoch verdienter Sieg für uns. Trotzdem war es toll die ehemaligen Mitspieler und die Ilshofener Zuschauer und Fans zu sehen.“ Der Neckarsulmer Flügelspieler ging nach dem Abpfiff sofort zu seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Jonas Wieszt und spendete dem, ob seines Fehlers beim goldenen Neckarsulmer Treffer, traurigen Schlußmann sofort Trost.

NSU-Coach Marcel Busch hatte in der Spiel-Besprechung seine Mannschaft explizit darauf hingewiesen, gegen den TSV auch für Daniel Schmelzle und Maxi Gebert zu spielen und ihnen einen Sieg gegen die ehemaligen Kollegen zu schenken. Mission erfüllt.

NSU: Susser, Gotovac, Klotz, Schmelzle, Seybold, Müller, Schneckenberger, Islamaj (90. Hatzis), Barini (85. Albert), Gebert (E. Romano), Demir (59. Ayvaz).

Zuschauer: 370

 
Die Bilder zum Spiel
Die NSU feierte heute eine inzwischen beendete Serie von 104 Pflichtspielen in Folge ohne Platzverweis
Passende T-Shirts zum "NSU-Fairplay-Day"
Vor dem EInlaufen
Vor dem Anpfiff
"Spezi" gegen Maximilian Eger
Shpeijtim Islamaj mit eleganter Ballbehandlung
Beide Spieler am Ball: Ouadie und Lamar Yarbrough
Mario Müller im Duell mit Rama Kandazoglu
Volkan Demir gegen Lamar Yarbrough
Kopfballduell nach einem Eckball
Schußchance für Volkan Demir
Kurz darauf: Der Freistoß von Ouadie Barini rauscht auf TSV-Keeper Jonas Wieszt zu...
... und drin!
Nach 22 Minuten stand es 1:0 für die NSU...
Jubel des Torschützen mir Serhat Ayvaz
Große Freude bei unseren Jungs...
... über den wichtigen Führungstreffer
Goto erkämpft sich die Kugel gegen Lukas Lindner
Schnecke mit hohem Durchsetzungsvermögen gegen Niklas Wackler
Vor allem in der ersten Halbzeit war es sehr hitzig auf dem grünen Rasen
Marc Schneckenberger gegen unseren ehemaligen Akteur Ramazan Kandazoglu
Ouadie gegen Niklas Wackler
Mit vollem Einsatz: Volkan Demir
Konzentrierte Mienen bei unseren Verantwortlichen
Goto beim Einwurf
"Glücksfee" Carina (Dankeschön!), Organisator Bernd Kübler und die beiden Gewinner unserer Paris-Reise
Foul von Lukas Lienert gegen Maxi Gebert
Daniel Schmelzle klärt vor Michele Varallo
Mario Müller akrobatisch
Ouadie Barini gegen Ilshofens Innenberteidiger Lamar Yarbrough
Maxi Gebert geht am stürzenden Ralf Kettemann vorbei
Ouadie Barini gegen Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann
Kopfballduell zwischen Maxi Gebert und Lukas Lienert
Lagebesprechung: Marc Schneckenberger und Marcel Busch
Philipp Seybold setzt sich gegen Miklas Wackler durch
Spielerknäuel
Pass in die Mitte von Mario Müller
Maxi muss sich gegen gleich drei Ilshofener erwehren
 
Serhat Ayvaz gegen Ralf Kettemann
Serhat musste heute Einiges einstecken
 
Geschafft! Der Sieg ist unter Dach und Fach
Große Erleichterung bei Marco Merz, Aydin Cengiz und Marcel Busch
Klotzi, Mario und Schnecke
Freude nach dem Abpfiff
Marcel Busch und Alessandro Hatzis, der heute sein erstes Oberliga-Spiel absolvierte
Maxi Gebert und Mario Müller freuen sich über den wichtigen Dreier
NSU-Coach Marcel Busch und Abwehrakteur Daniel Schmelzle
Siegerstrahlen: Marc Schneckenberger und Marcel Susser
Maxi Gebert tröstet den Ilshofener Keeper Jonas Wieszt