02.03.19 - 0:0 gegen Normannia Gmünd trotz deutlicher Überlegenheit
 

Am Ende war es für unsere NSU weniger als erhofft. Ein Dreier gegen Normannia Gmünd sollte eine Art Befreiungsschlag im Abstiegskampf werden. Trotz hoher Überlegenheit vor allem in Durchgang zwei reichte es allerdings nur zu einem 0:0. Ein Zähler, der die Pichterich-Elf tabellarisch nicht wirklich weiterbringt. „Sicherlich haben wir heute nicht den erhofften Ertrag eingefahren, auf der anderen Seite haben wir aber auch nichts Entscheidendes verloren“, bleibt NSU-Sportdirektor Marco Merz weiterhin optimistisch.

NSU-Trainer Marcel Busch hatte seine Mannschaft im Gegensatz zur Vorwoche in Bahlingen auf einer Position geändert, für Marius Klotz kam Daniel Schmelzle von Beginn an zum Einsatz. Insgesamt agierte die NSU mit einer offensiveren Grundausrichtung wie noch vor sieben Tagen am Kaiserstuhl.

Die ersten Minuten gehörten, was die Spielanteile betrifft, den Gästen aus Schwäbisch Gmünd, ohne jedoch Gefahr vor dem Gehäuse von NSU-Keeper Marcel Susser verbreiten zu können. Auf der Gegenseite hätte die NSU nach 17 Minuten in Führung gehen müssen. Ein nicht voll getroffener Volleyschuss von Steven Neupert landete bei Ouadie Barini, der das Spielgerät jedoch aus drei Metern Entfernung halbrechter Position nicht an Normannia-Keeper Yannick Ellermann vorbeibrachte.

Mehr gibt es von der ersten Halbzeit nicht zu berichten, man merkte beiden Teams die sportliche Bedeutung der Begegnung durchaus an. Während die Gmünder sich darauf konzentrierten, tief und kompakt in der Defensive zu stehen, rückte die Pichterich-Elf bei eigenem Ballbesitz zu wenig nach, um die Gäste ernsthaft unter Druck setzen zu können. So blieb das Niveau überschaubar.

Dies änderte sich im zweiten Durchgang. Die NSU agierte nun vehementer und zielgerichteter nach vorne. Immer wieder spielten sich die Gastgeber über die Flügel bis nahe der Grundlinie vor, bei den zahlreichen hohen Flanken in den Strafraum erwies sich die Normannia jedoch als sehr kopfballstark und zweikampfsicher.

Dennoch bespielte die NSU nun das Normannia-Gehäuse, während die Gäste noch tiefer standen und sich quasi ausschließlich der Verteidigung des 0:0 widmeten. „Was die zweite Halbzeit betrifft kann man unserer Mannschaft keinerlei Vorwurf machen. Wir haben das gegnerische Tor mit hoher Vehemenz quasi komplett bestürmt“, analysierte Marco Merz.

Auch Chancen waren durchaus vorhanden, wenngleich wenige der Marke „100%“. So scheiterte Marc Schneckenberger in der 48. Minute aus spitzem Winkel per Drehschuss an Ellermann, in der 59. Minute platzierte Ouadie Barini eine scharfe Ayvaz-Hereingabe freistehend über das Gehäuse. Auch Steven Neupert scheiterte in der 65., bzw. 73. Minute bei zwei guten Möglichkeiten.

Selbst wenn die Neckarsulmer Führung längst verdient gewesen wäre, so kam es fast zum Gegenteil. Normannia-Routinier „Bobo“ Mayer hämmerte in der 51. Minute aus 18 Metern auf das Neckarsulmer Tor, doch Marcel Susser fischte den Gewaltschuss glänzend aus dem rechten Winkel. Da hatte so mancher Normannia-Fan bereits den Torschrei auf den Lippen.

Weil die NSU in der Defensive sehr konzentriert zu Werke ging, kamen die kämpferisch starken Gäste zu keiner weiteren gefährlichen Offensivaktion. Die NSU hingegen versuchte weiterhin alles, um den entscheidenden Treffer zu erzielen. „Unser Team, aber auch unser Trainer mit den offensiven Einwechslungen haben klar das Zeichen gesandt, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen“, lobte Marco Merz. Allein, es sollte nicht gelingen. Es blieb bei der Nullnummer, die Gäste-Trainer Holger Traub wie folgt analysierte; "Bei gefühlt nur 1,5 Torabschlüssen haben wir die maximale Punktausbeute eingefahren. Ein Sieg für uns wäre eine Frechheit gewesen. Drei Punkte hätte ich aber trotzdem gerne mitgenommen."

Das hätte auch Marco Merz gerne: „Natürlich sind wir enttäuscht, wir hatten uns fest vorgenommen, das Spiel zu gewinnen. Aber der Abstiegskampf ist ein langer Marsch, in dem es für alle beteiligten Teams zu Rückschlägen kommen wird. Es geht darum, diese Rückschläge wegzustecken und nach vorne zu schauen.“ Will heißen, nun soll der nächste Dreier eben kommende Woche im nächsten Heimspiel gegen Germania Friedrichstal eingefahren werden.

NSU: Susser, M. Romano (63. Islamaj), Schmelzle, R. Neupert, Seybold, S. Neupert (76. Albert), Schneckenberger, Gotovac, Gebert (83. Bellanave), Ayvaz, Barini 

 
Die Bilder zum Spiel