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Die Neckarsulmer
Sport-Union hat sich mit einem Sieg in die Landesliga-Winterpause
verabschiedet. Gegen die KSG Gerlingen gab es im letzten Spiel dieses
Jahres einen hart erkämpften 2:1-Erfolg, dank dem die Elf von
Trainer Timo Böttjer aussichtsreich auf der 4. Tabellenposition
überwintert.
In einem Punkt
waren sich alle Verantwortlichen auf dem Pichterich einig: Gut,
dass jetzt die Winterpause kommt. Die Aufholjagd im letzten Drittel
der Vorrunde hatte viel Kraft gekostet, was auch am Samstag gegen
die KSG Gerlingen sichtbar wurde, zum Glück jedoch erst im
zweiten Durchgang. Denn in der 1. Halbzeit zeigte die Sport-Union
noch einmal ihr ganzes Können. Trotz tiefem und rutschigem
Boden sowie Schmuddelwetter lief der Ball wie am Schnürchen
durch die Neckarsulmer Reihen, die Gäste aus Gerlingen waren
dabei zunächst nicht mehr als staunende Statisten. Bereits
nach drei Minuten zog Sandro Reinecke aus 12 Metern ab, doch seinen
strammen Schuss fischte Gerlingens Schlussmann Daniel Siegler aus
dem rechten Torwinkel. Acht Minuten stürmte Sinan Andic auf
das KSG-Gehäuse zu, traf jedoch aus fünf Metern das Außennetz.
Nach einer Viertelstunde erneut eine Riesenchance für die Sport-Union,
Sandro Reinecke legte das Leder allerdings, statt freistehend selbst
zu schießen, quer in die Mitte, wo ein Gerlinger Abwehrakteur
klären konnte. In der 19. Minute endlich die überfällige
Führung für die Gastgeber, und wieder ging es ganz schnell.
Florian Grunwald flankte auf Sinan Andic, der Torjäger köpfte
quer zum freistehenden Ouadie Barini, der Siegler mit einem platzierten
Flachschuss ins linke Eck keine Chance ließ - 1:0.
Pech für
die Böttjer-Truppe in der 21. Minute: Nach einem rüden
Foul im Mittelkreis musste Abwehrrecke Enzo Romano mit Verdacht
auf Bänderriss das Spielfeld verlassen. Der Schock bei den
Gastgebern währte jedoch nur kurz und neun Minuten später
brandete erneut Jubel im Pichterichstadion auf. Nach Vorlage von
Florian Grunwald ging Sinan Andic auf und davon, überlupfte
Siegler und schob ins leere Tor zum 2:0 ein. Es war der 18. Saisontreffer
des Neckarsulmer "Torminators", der damit die Torjägerliste
der Landesliga anführt. "In der 1. Halbzeit haben wir
so gespielt wie ich mich das vorgestellt habe", so NSU-Coach
Timo Böttjer, der trotz einer Grippe am Seitenrand stand. "Wir
hätten nur das ein oder andere Tor mehr schießen müssen."
Dann wäre
ihm und seiner Mannschaft das große Zittern im zweiten Durchgang
erspart geblieben. Gerlingen hatte in der Pause gleich dreimal gewechselt
und gab die vorherige Defensivtaktik auf. Trotz einiger guter Neckarsulmer
Möglichkeiten bis zur 60. Minute machte sich der massive Kräfteverschleiß
der langen Vorrunde beim Pichterich-Team mehr und mehr bemerkbar.
Und das nutzten die Gerlinger aus. Tobias Hufnagel kam in der 65.
Minute völlig freistehend im Neckarsulmer Strafraum an den
Ball, legte quer zum ebenfalls sträflich alleine gelassenen
Nicola Böhm, der aus fünf Metern zum 2:1-Anschlußtreffer
einschob. Nun fing das große Zittern bei den Gastgebern an
und es entwickelte sich so etwas wie ein Privatduell zwischen Gerlingens
Torschützen Böhm und Neckarsulms Keeper Ante Kezic. In
der 71. Minute lief Böhm alleine auf Kezic zu, doch der Schlussmann
demonstrierte seine Stärke bei Eins-gegen-Eins-Situation und
hielt famos. Nur zwei Minuten später entschärfte er einen
Kopfball von Böhm glänzend. Auch die gelb-rote Karte in
der 82. Minute wegen zwei Allerwelts-Fouls gegen Burak Mucan trug
nicht zur Nerven-Beruhigung bei den NSU-Fans bei. Doch mit den allerletzten
Kräftereserven und einer beeindruckenden Willensleistung sicherten
sich die Gastgeber die wichtigen drei Punkte. NSU-Sportdirektor
Marco Merz analysierte: "Das war heute ein Zittersieg. Doch
wir müssen uns bestimmt nicht dafür schämen, denn
es war der erste Duselsieg für uns in der kompletten bisherigen
Runde." Timo Böttjer pflichtete ihm bei: "Gut, dass
jetzt die Winterpause beginnt. Meine Jungs sind komplett ausgelaugt,
ich habe in den letzten Monaten sehr viel von ihnen verlangt."
NSU: Kezic,
Schaaf, Romano (22. E. Olgun), Limpf, Mucan, Gerlach, Grunwald,
Reinecke (67. Elseg), Pribyl, Andic, Barini (82. Höck)
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