21.03.18 - Das war bitter! Last-Minute-K.O. in Freiberg
 

Das war bitter. Beim Derby in Freiberg ereilte uns gestern Abend in der letzten Minute der K.O. Nachdem die Damm-Elf einen 0:2-Rückstand in der zweiten Halbzeit mit beeindruckender Mentalität ausgleichen konnte, kamen die Freiberger in der 90. Minute noch zum 3:2-Erfolg. Der Dreier für Freiberg war verdient, keine Frage, doch so kurz vor dem Abpfiff natürlich dennoch auch glücklich.

Vor 150 Zuschauern boten beide Teams auf dem glitschigen Freiberger Kunstrasen ein überdurchschnittliches Oberligaspiel. Den besseren Start hatte dabei die NSU, die durch einen abgewehrten Seybold-Fernschuss aus 20 Metern die erste Offensiv-Duftmarke setzte. 

Danach allerdings dominierten die Gastgeber die Begegnung. Freiberg glänzte mit extrem schnellen Mittelfeldspiel und hoher Passgenauigkeit. Die beiden Treffer des SGV zur 2:0-Pausenführung werden NSU-Trainer Thorsten Damm dennoch sehr geärgert haben, machte es seine Defensive den Freibergen dabei doch allzu leicht.

11. Minute. Ein Pass in den Rücken seines Gegenspielers nutzte Hakan Kutlu zu einer Hereingabe an den Fünfmeterraum, wo SGV-Torjäger Marcel Sökler gleich von zwei Neckarsulmern komplett aus den Augen verloren wurde und aus kurzer Distanz problemlos einschieben konnte.

34. Minute. Bei einer Flanke von Gentner aus dem Halbfeld rutschte ein NSU-Abwehrakteur aus, die linke Abwehrseite war daraufhin komplett blank, und abermals Sökler vollendete aus 12 Metern problemlos zum 2:0.

Dabei hätte die Sport-Union zwischen den beiden Treffern gut und gerne den Ausgleich erzielen können. In der 23. Minute setzte sich Alex Albert energisch durch, sein Schuss wurde jedoch auf der Linie von SGV-Abwehrchef Marco Pischorn geklärt. Nach dem anschließenden Eckball kam Adrian Beck volley zum Abschluss, traf aber unglücklicherweise einen Freiberger Rücken. Der 2:0-Pausenstand für die Gastgeber war dennoch absolut verdient.

Im zweiten Durchgang war dann aber plötzlich die Sport-Union das aktivere Team und brachte nun ihrerseits die teilweise fahrig agierende Freiberger Defensive in Verlegenheit. Lohn der Mühen war der Anschlusstreffer in der 59. Minute. Nach einer abgewehrten Busch-Flanke drosch Marc Schneckenberger die Kugel aus 15 Metern zunächst an den Innenpfosten, von wo sie den Weg ins Netz fand. Ein wunderschönes Tor von „Schnecke“ zum 2:1.

In der 68. und 71. Minute war dann jeweils NSU-Keeper Leo Wallmann zur Stelle. Zunächst parierte er gegen den freistehenden Sökler, danach fischte er einen 30-Meter-Knaller von Maximilian Wojcik aus dem Winkel.

Kurz darauf fiel dann tatsächlich der Ausgleich. In der 73. Minute schickte der starke Alex Albert Claudio Bellanave auf die Reise, der das Spielgerät technisch anspruchsvoll über den herausstürzenden SGV-Keeper Nagel ins Netz hob – 2:2.

Nun folgten wütenden Angriffe der Freiberger, mit hochkarätigen Torchancen en masse. Leo Wallmann geriet nun mehr und mehr in den Mittepunkt. In der 78. Minute klärte der Neckarsulmer Schlussmann zunächst einen Flachschuss von Fausel, den Nachschuss setzte Sökler freistehend über das Gehäuse. Glück für die NSU in der 81. Minute, als Latifovic aus sieben Meter das Lattenkreuz traf. In der 87. Minute tauchte dann wieder Leo Wallmann ins rechte Eck ab und entschärfte einen Schuss von Latifovic.

In der 90. Minute folgte doch noch der Knockdown für unser tapfer kämpfendes Team. Thomas Gentners Maßflanke köpfte in der Mitte der eingewechselte Spetim Muzliukaj in den Knick. Aus, vorbei, Punkt futsch.

Nach einer schwachen ersten Hälfte hatten unsere Jungs im zweiten Durchgang viel Moral bewiesen, um dann am Ende dennoch mit leeren Händen dazustehen. Wirklich schade. Immerhin bietet sich unseren Jungs bereits am Samstag die nächste Gelegenheit wieder Oberliga-Punkte zu sammeln, wenn der Traditionsverein SSV Reutlingen im Pichterichstadion antritt.

NSU: Wallmann, Leonhardt, Busch, R. Neupert, Seybold, Klotz, Schneckenberger (90. Kappes), Gotovac (90. E. Romano), Bellanave (74. Barini), Beck, Albert (83. Hemmerich)